Hautpflege
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Auch wenn uns die Kosmetikindustrie oft glauben machen möchte, daß gesunde, schöne Haut das Ergebnis dessen ist, was ihr aus vielen Tuben und Töpfchen eingerieben wird, so sollte das nicht uneingeschränkt im Raume stehen bleiben. Unsere Haut ist neben vielen Umweltfaktoren Spiegelbild unserer Lebensführung und Ernährungsweise.
Es steht außer Frage, daß falsche oder nicht ausgewogene Ernährung unserer Haut schadet. Skorbut z.B. ist eine Krankheit, die durch den Mangel an Vitamin C ausgelöst wurde. Sie führte dazu, daß der ganze Körper von großen schwarzblauen Blutergüssen überzogen ist und zuvor Zahnfleischbluten etc. auftritt. Diese früher bei Seefahrern gefürchteten drastischen Auswirkungen gibt es heute nicht mehr.
Eine ausbalancierte, vitaminreiche Ernährung schützt die Haut vor Verletzungen und Entzündungen. Wissenschaftliche Studien haben bisher 13 Vitamine und mehr als 16 Mineralstoffe nachgewiesen, die unsere Haut benötigt, um gesund bleiben zu können. Dies klingt sehr kompliziert, doch wer auf seine Ernährung achtet und sich an die grobe Regel "50% Kohlehydrate,20% Proteine und 30% Fett" hält, kann diese Ausgewogenheit meist ohne Probleme erreichen.
Wer sich und somit seine Haut gesund erhalten will, sollte darauf achten, daß seine Nahrung alle Nährstoffe enthält, die wichtig sind. Somit können nicht nur ernährungsbedingte Hautprobleme vermieden werden, sondern unser ganzer Organismus fühlt sich wohler. Vor allen Dingen braucht unser Körper Wasser, Proteine, Fette, Kohlehydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Wasser ist unentbehrlich für die Stoffwechselprozesse. Das Wachstum und die Erneuerung der Zellen werden durch Proteine angeregt, und die Energie erhält unser Körper durch die Kohlehydrate. Mineralien und Vitamine sind die notwendigen Bausteine für ein normales Wachstum, die Körperfunktionen sowie die Regulierung des Stoffwechsels, die Fette speichern letztlich die Energie.
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Wahre Liebe, Leidenschaft und Verführung sind heutzutage käuflich geworden. Die Werbetexter in der Duftbranche kennen keine Grenzen mehr, denn Überleben ist auch in dieser Branche ein harter Job. Immerhin geht es um einen Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Mark im Jahr, die allein dank der Damendüfte erwirtschaftet wird. "Discounting war 1994 und bleibt 1995 das meistgebrauchte Wort in der Branche" meldete die Fachzeitschrift Drogerie & Parfümerie, doch bei so vielen Anbietern hat man kaum noch eine Übersicht, was auch für unsere Haut empfehlenswert ist.
Von 23 der beliebtesten Damendüfte, die von dem Magazin "Ökotest" im Januar 1996 unter die Lupe genommen wurden, können mehr als die Hälfte nur weniger oder gar nicht empfehlen werden, nur zwei sind empfehlenswert. Was gut riecht, muß noch lange nicht aus guten Zutaten gebraut sein. Fast die Hälfte der untersuchten Parfüms enthält gefährliche Nitromoschus-Duftstoffe, und kaum ein Hersteller verzichtet auf das Vergällungsmittel Diethylphthalat, das 19mal während der Untersuchung in hoher Konzentration auftauchte. Nitromoschus-Verbindungen tauchten elfmal auf, gesundheits- und umweltgefährdende halogenorganische Verbindungen dreimal. Der Produkttyp gibt Aufschluß darüber, wie konzentriert der Duft ist. Bei einem Eau de Cologne macht der Duftstoffmix etwa 3-5% aus, bei einem Eau de Toilette etwa 8%. In einem Eau de Parfum sind etwa 10-15% der Duftessenz. Ihre Konzentration ist in einem reinen Parfüm mit 15-30% am höchsten. Doch dies sagt immer noch nichts über die "Zusatzstoffe" die darin zu finden sind, oder deren Auswirkungen auf die Haut.
Nitromoschus-Verbindungen lagern sich vor allem in Fettgewebe ab. In Muttermilch werden sie seit Jahren bereits nachgewiesen. Moschus-Xylol gilt als krebserzeugend, Moschus-Ambrette, dessen Verwendung die Europäische Kommission in kosmetischen Mitteln jetzt verboten hat, schädigt im Tierversuch das Nervensystem und löst Veränderungen im Erbgut aus. Zudem gilt Ambrette als starkes Photoallergen, d.h. es kann im Zusammenspiel mit Licht Allergien auslösen. Das inzwischen häufig ersatzweise eingesetzte Moschus-Keton ist noch kaum erforscht. Doch wie bereits vom Bundesinstitut und vielen Herstellern bekräftigt, kann man nur schwer davon ausgehen, daß es unschädlich ist, da es früher als Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt wurde. Zudem sind diese Verbindungen in der Umwelt nur schwer abbaubar. Angesichts dieser Bilanzen ist es unverständlich, dass weltweit pro Jahr schätzungsweise weit mehr als 1000 Tonnen Nitromoschus-Verbindungen produziert werden - offenbar deshalb, weil sie billiger sind als Ersatzstoffe.
Alkohol wird absichtlich für Kosmetika vergällt, um die Branntweinsteuer zu sparen. Der Alkohol sorgt dafür, daß der Duftstoffmix, die ölige Grundlage eines jeden Parfüms, gelöst wird. Doch er kann auch die Haut reizen und austrocknen. Das häufig vorhandene Vergällungsmittel Diethylphthalat, das auch durch Duft-Öle ersetzt werden könnte, wird von der menschlichen Haut aufgenommen und kann ihren Schutzmechanismus beeinflussen und verändern. Halogenorganische Verbindungen enthalten Chlor, Brom oder Jod und können allergische Reaktionen und andere Gesundheitsschäden hervorrufen.
Daß die Hersteller ihre Flaschen in Umkartons stecken, wird nur deswegen toleriert, weil sie ausnahmslos dem Schutz von ökologisch vorteilhaften Glasbehältern dienen. Doch Goldprägungen und strahlende Verpackungen, sprich PVC, chlorierte Kunststoffe und Formaldehydharz belasten die Umwelt durch Produktion und Entsorgung. Für die chlorierten Kunststoffe gibt es inzwischen genügend Alternativen.
Fest steht, dass die Zahl der Duftstoff-Allergiker mit zunehmender Anwendung parfümierter Kosmetika steigt. Duftstoffe verursachen nach Nickel inzwischen am zweithäufigsten allergische Reaktionen. Eine Duftstoff-Allergie wird schon bei 15% aller Getesteten diagnostiziert. Dabei ist es für einen Allergologen äußerst schwierig herauszufinden, welcher Duftstoff die Reaktion auslöst, denn in einem Parfüm können bis zu 100 Stoffe stecken. Berichten von Hautärzten zufolge können Monate vergehen, bis ein Parfüm-Hersteller unter strengsten Geheimhaltungsauflagen bereit ist, die Rezeptur preiszugeben. Aus Frankreich kommt die Idee, Nebenwirkungen von kosmetischen Produkten wie bei Arzneimitteln laufend am Markt zu beobachten und sie gegebenenfalls von Hautärzten auf ihre Unverträglichkeit hin testen zu lassen (Institut Cosmetovigilan-ce IRIS, Paris).
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