Hautkrebs
Hautkrebsgefahr bei sogenannten Lichtwarzen
Der Sommer naht und mit ihm die Folgen übermäßigen Sonnenbadens. Setzt man
die Haut ungeschützt der UV-Strahlung aus, kann das zur Bildung aktinischer
Keratosen führen. Diese Verhornungsstörungen der Haut, auch Lichtwarzen
genannt, sind Vorstufen des bösartigen Stachelzellhautkrebses. Durch
frühzeitiges Entfernen der Lichtwarzen vom Hautarzt, kann man einer
Hautkrebserkrankung vorbeugen.
Noch immer tummeln sich Millionen Deutsche im Sommer am Badesee, im
heimischen Garten und an fernen Meeresstränden, ohne an ausreichenden
Sonnenschutz zu denken. Trotz jahrelanger Aufklärungskampagnen durch
Hautärzte, die Deutsche Krebshilfe e.V. oder das Gesundheitsministerium
scheinen viele die schädlichen Folgen exzessiven Sonnenbadens zu verdrängen.
In Deutschland leiden über 100.000 Menschen an den verschiedenen Formen des
Hautkrebses. Jährlich sterben mindestens 1500 Menschen an dieser Krankheit -
Tendenz steigend.
Risikogruppe Männer
Neuere Studien belegen, dass die UV-Strahlung Lichtwarzen (aktinische
Keratosen) und deren Weiterentwicklung zu Stachelzellkrebs hervorruft.
Unbehandelt führt dieser zum Tod. Dabei ist die Lichtwarze vergleichsweise
harmlos und gut behandelbar. Maßgeblich ist allerdings, dass sie früh
erkannt und sofort behandelt wird. Betroffen sind vorwiegend hellhäutige
Menschen ab dem 50. Lebensjahr, Männer häufiger als Frauen. Die
Hautveränderungen entstehen fast ausschließlich an Körperpartien, die der
Sonne häufig ausgesetzt sind, also Gesicht, Stirn, Nase, Ohren, Handrücken
und Unterarme. Männer mit Glatze sind besonders gefährdet. Hautärzte finden
Lichtwarzen bei immerhin rund 40% ihrer Patienten über 60 Jahre.
Kontrolle ebenso wichtig wie Behandlung
Bei den ersten Anzeichen von fleckiger Rötung und Verhornung der Haut sollte
man einen Hautarzt aufsuchen. Er kann meist allein durch das Ansehen
feststellen, ob es sich um eine gefährliche Hautveränderung handelt.
Zusätzlich wird er eine Hautprobe entnehmen, um das genaue Stadium des
Zellwachstums zu untersuchen. Der Hautarzt hat verschiedene Methoden, die
Lichtwarze zu entfernen: mittels Laser, durch Abkratzen mit einem scharfen
Löffel, durch Vereisung oder Auftragen spezieller Salben und Lösungen. So
verhindert er ein weiteres Wachstum.
Die Gefahr, dass sich aktinische Keratosen an anderer Stelle erneut bilden,
ist sehr groß. Daher ist auch nach der Entfernung des betroffenen Gewebes
die regelmäßige hautärztliche Kontrolle besonders wichtig.
Links zum Thema
Informationen zu problematischen Hautveränderungen in für Laien
verständlichem Deutsch finden Sie hier:
www.hautkrebs.de
Das aktuelle Fersehprogramm zu Gesundheitsthemen:
www.gesundheits-fernsehprogramm.de
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