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Dermatologische Testverfahren

Die Haut hat als größtes Organ des Körpers eine wichtige Schutzfunktion inne. Schädigende Noxen von außen, Infektionserreger, mechanische Einflüsse, all dies muss die Haut abwehren und den Körper so gut wie möglich schützen. Auch an der Temperaturregulierung ist sie beteiligt und dient der Sinneswahrnehmung. Um diese vielfältigen Funktionen möglichst optimal einzusetzen, müssen die einzelnen Hautbestandteile und ihre Anhangsorgane gesund sein.

In der dermatologischen Praxis stehen verschiedene Testverfahren zum Bestimmen des Funktionszustandes der Haut zur Verfügung. Sie geben Auskunft über die Abwehrkraft der Haut, über bereits eingesetzte Störungen oder auch über die Wirkung von Kosmetika bzw. Dermatika.

Der Feuchtigkeitsgehalt des Stratum corneum, der Hornschicht, wird mit dem Corneometer ermittelt. Man erhält so Rückschlüsse auf die Barrierefunktion der Epidermis und den Einfluss schädigender Substanzen. Auch die Wirkung von Hautpräparaten wird so beschrieben. Die Messung des Fettgehaltes mit dem Sebumeter an Haut, Haaren und Kopfhaut ermittelt direkt die Höhe der Talgsekretion. Mit dem Skin-pH-Meter wird schnell und einfach der pH-Wert der Hautoberfläche festgestellt. Dadurch erhält man Hinweise auf die Stabilität des Säureschutzmantels der Haut und die Fähigkeit der Abwehr schädigender Noxen. Der Cutometer dient der Messung der Hautelastizität. Junge Haut ist elastischer und weniger verformbar als ältere, gesunde Haut mit einem normalen Feuchtigkeitsgehalt elastischer als trockene. Die Ermittlung der Hautelastizität gibt so Auskunft über den Gesundheitszustand und etwaige Alterungsprozesse der Haut. Die Hautstruktur ist maßgebend für deren Funktionsfähigkeit. Mittels 20-MHz-Sonografie werden kutane und subkutane Strukturen untersucht. Anhand der Ergebnisse erhält man Schlussfolgerungen auf die Hautdicke und mögliche Gewebeveränderungen. Die individuelle Lichtschutzzeit zu bestimmen, erfolgt über das Messen von Melanin. Mit dieser Hautanalyse gewinnt man Aussagen über den benötigten Lichtschutzfaktor und die Eigenschutzzeit je nach Aufenthaltsdauer in der Sonne, deren Intensität und entsprechend der Jahreszeit.


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