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Nachrichtenarchiv

11.04.2008 - Vor Sonne schützen - aber wie? - Bundesweiter Informationstag

Das Thema Sonnenschutz ist heute aktueller denn je: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass ein Übermaß an ultravioletter Strahlung - nicht nur UV-B, sondern auch UV-A - die Haut nachhaltig schädigt. Intensive Sonnenbestrahlung kann zu gesundheitlichen Gefährdungen wie Hautalterung und Hautkrebs führen. Nicht nur in der Urlaubszeit, sondern auch in alltäglichen Situationen wie beim Besuch von Straßencafés und Freibädern oder bei sportlichen Aktivitäten sollte diese Erkenntnis beherzigt werden. Viele Verbraucher gehen jedoch immer noch zu leichtfertig mit den Gefahren der Sonne um. Man kann sich auf vielerlei Weise schützen.

Um über den vernünftigen Umgang mit der Sonne zu informieren, haben sich unterschiedliche Institutionen, so zum Beispiel der Deutsche Kinderschutzbund, der Deutsche Hausfrauenbund und der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel, entschieden, gemeinsam einen "Tag des Sonnenschutzes" (21. Juni) zu initiieren. Das Motto für 2008 lautet "Sonnenschutz? Sonnenklar!".

Als Schirmherrin dieses erstmalig stattfindenden Informationstags konnte die TV-Moderatorin Andrea Ballschuh gewonnen werden. "Die Risiken der Hautschädigungen durch natürliche und künstliche UV-Strahlung, also sowohl durch die Sonne als auch durch Solarien, werden von vielen Menschen immer noch unterschätzt. Deshalb möchte ich in der Rolle der Schirmherrin dazu beitragen, dass der vernünftige Hautschutz eine Selbstverständlichkeit wird, so wie es das diesjährige Motto des Aktionstages zum Ausdruck bringt", so Andrea Ballschuh in ihrem Grußwort.

Alle Interessierten sind aufgerufen, sich mit eigenen Aktionen am Infotag zum Sonnenschutz zu beteiligen. Die individuelle Ausgestaltung ist freigestellt. Die Organisatoren des Infotags stellen kostenlos umfangreiches Basis-Informationsmaterial zur Verfügung, das über die Website www.sonnenschutz-sonnenklar.de angefordert werden kann. Alle geplanten Aktionen sollten dem Koordinationsbüro frühzeitig gemeldet werden, sodass diese auf dem Internetportal veröffentlicht werden können.

Beteiligte Verbände und Institutionen:

  • Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie (ADK, www.adk-online.org)
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB, www.daab.de)
  • Deutscher Hausfrauen-Bund (DHB, www.hausfrauenbund.de)
  • Deutscher Kinderschutzbund (DKSB, www.dksb.de)
  • Deutsches Grünes Kreuz (DGK, www.dgk.de)
  • Die Verbraucher Initiative - Bundesverband (www.verbraucher.org)
  • Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW, www.ikw.org)
  • Kinderumwelt gemeinnützige GmbH der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (www.allum.de)

Weitere Informationen und Services zum Thema Sonnenschutz finden Sie auf haut.de unter:

- http://sonnenschutz.haut.de
- http://lsf-tipp.haut.de


29.03.2007 - Beauty Care Preis der Arbeitsgemeinschaft für ästhetische Dermatologie und Kosmetologie (ADK) e.V.

Die ADK schreibt 2007 zum vierten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Beauty Care Preis für herausragende und wegweisende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der ästhetischen und kosmetischen Dermatologie aus.

Arbeiten aus der Grundlagenforschung und Klinischen Forschung können in deutscher und englischer Sprache bis zum 30. April 2007 in 2-facher Fertigung (Postweg) eingereicht werden an:

Prof. Dr. med C. Bayerl
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Freseniusklinik GmbH
Aukammallee 39
D-65191 Wiesbaden
Tel: 0611/436127
Fax: 0611/436196
E-Mail: christiane.bayerl@hsk-wiesbaden.de

Zugelassen sind wissenschaftliche Publikationen in anerkannten Fachzeitschriften, die innerhalb der letzten 2 Jahre publiziert oder zur Veröffentlichung angenommen wurden, zum Thema
Ästhetische Dermatologie und Kosmetologie.

Der Beitrag darf bei keiner anderen Ausschreibung eingereicht werden oder eingereicht worden sein. Jeder Autor kann nur eine Arbeit einreichen. Die Zustimmung von Mitautoren muss in schriftlicher Form beigefügt werden. Das Recht der Publikation bleibt beim Autor.

Über die Verleihung des Preises entscheidet eine fünfköpfige Jury, bestehend aus universitären und niedergelassenen Fachkollegen. Bei Vorliegen qualitativ gleichwertiger Arbeiten kann der Preis auch geteilt werden, zwischen einer Arbeit aus der Grundlagenforschung und einer Arbeit aus der Klinischen Forschung. Der Preisträger und die übrigen Bewerber werden über die Entscheidung der Jury vor Preisverleihung schriftlich informiert.

Der Preis wird bei der 11. ADK-Tagung, "DermaProf 2007 + ADK" am 1./2.6.2007 in den Rhein-Main-Hallen Wiesbaden verliehen. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.dermaprof.de.

Mögliche Themen sind:


  • Aufklärung der Wirkprinzipien kosmetischer Behandlungen und Präparate

  • neue Methoden zur Bewertung der Wirkung

  • Entwicklung innovativer Anwendungsformen oder Technologien

  • neue Methoden zur Nutzen/Risiko-Abschätzung kosmetischer Mittel und Maßnahmen

  • Allergie und Kosmetik

  • UV und Kosmetik

  • Clever-Aging / Anti-Aging


29.03.2007 - LSF-Tipp – die tagesaktuelle Lichtschutzfaktorempfehlung von www.haut.de

Der Sommer kommt mit großen Schritten. Über Ostern reisen bereits die ersten Richtung Süden und spätestens zu Pfingsten hoffen wir alle, dass die Badesaison auch bei uns eröffnet werden kann. Und dann beginnt wieder das große Rätselraten: Sonnenschutz ja, aber welchen Lichtschutzfaktor wählen?

Auf www.haut.de – dem unabhängigen Informationsportal für Haut und Kosmetik – sind Sie an der richtigen Adresse. Hier können Sie ab sofort den tagesaktuellen Lichtschutzfaktor (LSF) an ihrem Urlaubsort berechnen lassen. Die Berechnung des empfohlenen Lichtschutzfaktors basiert dabei auf der wissenschaftlichen Prognose für den Wert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung (UV-Index) in der gewünschten Region und entspricht den neuesten Empfehlungen. Das Programm hilft sowohl bei Ihrem Urlaub an der Nordsee oder in den Alpen, in der Südsee oder auf Fuerteventura oder zu Hause auf dem Balkon. Schauen Sie doch einmal hinein: http://lsf-tipp.haut.de. Der LSF-Tipp ist auch unter http://spf-tip.haut.de in englischer Sprache verfügbar.

Sie möchten sich über kosmetische Inhaltsstoffe informieren? Sie interessieren sich für Körperpflegemittel oder wollen ganz einfach ihren Hauttyp bestimmen?

Unter www.haut.de erhalten Sie neben umfangreichen Informationen zu den verschiedenen kosmetischen Mitteln auch Berichte zum Schutz, zur Reinigung und zur Pflege der Haut, die von ausgewiesenen Experten verfasst sind. Weiterhin werden Themen wie Sonnenschutz, trockene Haut, die Haut im Winter, Hormone und Haut behandelt.

Weiterhin finden Sie auf unseren Internetseiten zahlreiche Informationen zu Pflegeprodukten und deren Inhaltsstoffen. Auch bei Fragen zu Inhaltsstoffen von Kosmetikprodukten (INCI) lohnt ein Besuch. Das Verzeichnis umfasst etwa 8.000 verschiedene Stoffe (http://inci.haut.de). Damit die Informationen immer griffbereit sind, können zu vielen Themen kostenlose Broschüren bestellt werden.

Das Informationsportal www.haut.de ist eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e.V. (ADK, www.adk-online.org), des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V. (DAAB, www.daab.de), des Deutschen Grünen Kreuzes e.V. (DGK, www.dgk.de), des Deutschen Hausfrauen-Bundes e.V. (DHB, www.hausfrauenbund.de), des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW, www.ikw.org) und der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. (www.verbraucher.org).

Realisierung und Betrieb erfolgen durch die Medienagentur health&media GmbH aus Darmstadt. Anfragen und Wünsche können an die E-Mail-Adresse redaktion@haut.de gesendet werden.


24.07.2006 - Gesichtsreinigung: Auf den Hauttyp achten

Die Reinigung der Haut ist eine Gratwanderung. Einerseits wollen wir Schmutz, überflüssigen Talg, Schweiß und Bakterien loswerden, andererseits aber wollen wir den Eigenschutz der Haut vor schädlichen Einwirkungen von außen, den hauteigenen Säureschutzmantel, bewahren. Das ist besonders wichtig für die oft empfindliche Gesichtshaut. Die Reinigung macht die Haut zum anderen für Wirkstoffe, also für die anschließende Pflege, empfänglicher. Wie also waschen und welche Reinigungsprodukte verwenden?

Grundsätzlich kann man sagen, weniger ist oft mehr. Das gilt umso mehr, je empfindlicher und trockener die Haut ist. Denn schon Wasser alleine trocknet die Haut etwas aus. Für empfindliche Haut kommen neben reinem Wasser, eine Reinigungsmilch, alkoholfreies Gesichtswasser oder ein Waschgel ohne Alkohol in Frage. Im Falle der Reinigungsmilch gibt es Produkte mit hohem Fettanteil von 30 Prozent und solche mit niedrigem Fettgehalt von 20 Prozent. Die mit viel Fett eigenen sich für trockene, die mit geringerem Fettanteil für fettige, normale und Mischhaut.
Bei fettiger Haut kann auch ein so genannter Reinigungsschaum (Waschcreme) zum Einsatz kommen. Der in der Hand mit Wasser aufgeschäumte Reiniger enthält ebenso wie eine Reinigungsmilch und viele Waschgele Fett und entfernt Make-up gründlicher. Alkoholhaltige Gesichtswasser erfrischen fettige Haut bei der klärenden Nachreinigung. Auch Waschgele enthalten zum Teil Alkohol. Dieser kann die Haut aber auch austrocknen.

Für die besonders trockene Haut eignen sich Reinigungsöle, Reinigungscremes oder eine Reinigungsmilch mit hohem Fettanteil. Auch alkoholfreie Waschgele und Gesichtswasser können hier zum Einsatz kommen.

Wasser und Syndets eignen sich für alle Hauttypen. Die synthetischen Reinigungssubstanzen, die Syndets, greifen den hauteigenen Säureschutzmantel weniger stark an, als alkalische Seifen. Bei empfindlicher Haut sollte man diese sparsam verwenden.

Generell empfiehlt es sich, mit viel Wasser nachzuspülen, um die Substanzen wieder gründlich von der Haut zu entfernen. Wichtig ist auch, die dünnhäutige Augenpartie immer besonders vorsichtig zu behandeln, damit nicht der Fältchenbildung Vorschub geleistet wird.

ADK-Redaktion


17.07.2006 - Bestimmen Sie Ihren persönlichen Lichtschutzfaktor

Genau rechtzeitig zum Start der Sommerferien in Hessen und einigen anderen Bundesländern bieten der IKW und seine Kooperationspartner unter www.haut.de den Verbrauchern einen ganz besonderen Service an: Nach Eingabe des individuellen Hauttyps und des Urlaubsziels wird auf Basis des aktuellen UV-Index an dem jeweiligen Aufenthaltsort der benötigte Lichtschutzfaktor für heute sowie die kommenden zwei Tage berechnet.

Dieser Service kann auch direkt über den Link lsf-tipp.haut.de aufgerufen werden.Die Bestimmung ist nicht nur für jeden beliebigen Ort in Deutschland, sondern auch für viele europäische und weltweite Ziele möglich. Mit diesem Angebot kann der Verbraucher bereits zu Hause ermitteln, welche Produkte er für seinen Urlaub – abhängig von der aktuellen Wettervorhersage am Urlaubsort – benötigt. So kann vor allem auch den Eltern bei der Auswahl des richtigen Lichtschutzfaktors für Ihre Kinder geholfen werden, wobei für Babys und Kleinkinder ganz besondere Sorgfalt gelten sollte: Sie sollten erst gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden! Beachtet werden sollten auch immer die 10 Tipps zum Umgang mit der Sonne.


27.06.2006 - Deutscher Hausfrauen-Bund neuer Kooperationspartner bei haut.de

Der Deutsche Hausfrauen-Bund (www.hausfrauenbund.de ), der sich für die Interessen derer einsetzt, die einen Haushalt führen, ist neuer Kooperationspartner bei www.haut.de. Der Privathaushalt und seine Schnittstellen zu Politik, Recht, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt stehen im Mittelpunkt der Verbandsarbeit des DHB. Er setzt sich aus 17 Landesverbänden mit insgesamt 300 Ortsverbänden zusammen. Der Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, hauswirtschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln und in der hauswirtschaftlichen Berufsbildung mitzuwirken. Als Arbeitgeberverband schließt der DHB Tarifverträge mit der zuständigen Gewerkschaft für ArbeitnehmerInnen im Privathaushalt sowie in Dienstleistungszentren. Damit wird das Informationsportal um einen wichtigen Partner erweitert.

Die anderen Partner:

Die ADK verfügt über 300 qualifizierte Mitglieder, die sich seit vielen Jahren für eine qualitativ hoch stehende Versorgung der Bevölkerung auf medizinisch-ästhetischem Gebiet einsetzen, einem wachsenden Teilgebiet der Dermatologie. Der DAAB ist der größte Patientenverband für Allergien, Asthma, Neurodermitis und COPD. Er gibt Betroffenen konkrete Vorschläge und bietet Hilfe und Tipps zu ihren Krankheitsbildern an. Das DGK ist die älteste gemeinnützige Vereinigung (e. V.) zur Förderung der gesundheitlichen Vorsorge und Kommunikation in Deutschland. Es ist unabhängig und keiner politischen, religiösen oder kommerziellen Gruppe verpflichtet. Sein satzungsmäßiger Auftrag besteht darin, Menschen, Tiere und Umwelt vor Schäden zu schützen. Mit dem grünen Kreuz wurde ein Zeichen gewählt, das in Europa eine lange Tradition als Symbol für humanitäre Hilfsbereitschaft hat. Der IKW vertritt die Interessen der Hersteller und Vertreiber kosmetischer Mittel in Deutschland. Er hat 370 Mitglieder und die Firmen decken einen Umsatzanteil von über 95% in Deutschland ab. Die VERBRAUCHER INITIATIVE ist die Lobby-Organisation für kritische Verbraucherinnen und Verbraucher und tritt für eine ökologisch und sozial verträgliche Produktion von Waren ein und informiert über Hintergründe der Produktion und der Märkte, denn nur informierte Verbraucher können ihre Macht am Markt entfalten.

Unter www.haut.de gibt es neben umfangreichen Informationen zu den verschiedenen kosmetischen Mitteln auch Berichte zum Schutz, zur Reinigung und zur Pflege der Haut, die von ausgewiesenen Experten verfasst sind. Weiterhin sind bereits aktuelle Beiträge zu einer Reihe von Themen wie z. B. die Haut im Winter, Hormone und Haut, Allergien, Sonnenschutz, trockene Haut, Altershaut und Hautkrebs zu finden. Darüber hinaus wird auch auf spezielle Themen wie Haarausfall eingegangen.

Realisierung und Betrieb erfolgen durch die Medienagentur health&media GmbH aus Darmstadt. Anfragen und Wünsche können an die E-Mail-Adresse redaktion@haut.de gesendet werden.


15.05.2006 - Auch heutige Sonnenschutzmittel schützen bei richtigem Umgang mit der Sonne und sorgfältiger Anwendung

Die Europäische Kommission hat am 04. Mai 2006 in einer Pressekonferenz einen Entwurf eines neuen Leitfadens zur Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln vorgestellt. Der 1. Vorsitzende der ADK, Wolf-Ingo Worret: „Die Bemühungen der Kommission zur europaweiten Harmonisierung der Angaben auf Sonnenschutzmitteln sind sehr zu begrüßen. Viele der im Leitfadenentwurf genannten Anforderungen werden von der Mehrheit der in Deutschland vertriebenen Markenprodukte bereits heute erfüllt und stellen damit keine wesentlichen Neuerungen dar.“

Die Angaben auf den Verpackungen von Sonnenschutzmitteln sind wesentliche Informationen, auf deren Basis der Verbraucher das für seine Bedürfnisse geeignete Sonnenschutzmittel auswählt. Für einen sicheren Schutz vor kurz- und langfristigen Hautschädigungen durch UV-Licht sind neben der Auswahl des richtigen Produktes aber auch dessen richtige Anwendung sowie allgemein ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne unerlässlich.

Frau Prof. Christiane Bayerl: „Unter anderem sind die folgende Punkte hierbei wesentlich: Die Mittagssonne sollte nach Möglichkeit gemieden und schattige Plätze sollten immer bevorzugt werden. Die Haut sollte in erster Linie durch Kleidung vor der Sonnenstrahlung geschützt werden. Auf den nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien müssen geeignete Sonnenschutzmittel angewendet werden. Dabei gilt es, die Produkte rechtzeitig aufzutragen – am besten schon, bevor man das Haus verlässt. Sonnenschutzmittel sollten immer großzügig aufgetragen werden. Ein regelmäßiges Nachcremen ist ebenfalls unerlässlich, um den Schutz insbesondere auch beim Baden sowie bei Sport und Spiel aufrecht zu erhalten.“

Bei der Auswahl des Sonnenschutzmittels sollte immer auch auf einen ausreichenden Schutz gegenüber UV-A-Strahlung geachtet werden. Dies ist zwischenzeitlich bei fast allen Markenprodukten gewährleistet. Aber auch die besten Sonnenschutzmittel können keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlung bieten. Eine gewisse Menge UV-Licht wird die Haut immer erreichen. Vorsicht und verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne bleiben also auch zukünftig weiterhin gefragt. Fazit: Sonnenschutzmittel – richtig ausgewählt und angewendet – schützen wirksam vor den schädlichen Folgen übermäßiger Sonnenbestrahlung.


21.12.2005 - Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB) neuer Kooperationspartner bei www.haut.de

Seit heute ist der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) neuer Kooperationspartner bei www.haut.de. Somit wird die gemeinsame Internetplattform der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e. V. (ADK), einer Arbeitsgruppe der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), des Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) und des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) um einen neuen wichtigen Partner erweitert. Interessierte können somit künftig ein vielseitiges Informationsangebot auf der Homepage finden. Neben Informationen über kosmetische Mittel, den richtigen Umgang damit findet er auch Tipps und Hintergrundinformationen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) wurde bereits 1897 gegründet. Er ist der größte Patientenverband für Allergien, Asthma, Neurodermitis und COPD. Er gibt Betroffenen konkrete Vorschläge und bietet Hilfe und Tipps zu ihren Krankheitsbildern an. Für den DAAB engagieren sich neben ca. 150 ehrenamtlich tätigen Selbsthilfegruppen vor Ort hauptamtliche Beratungsexperten wie Biologen, Chemiker und Ernährungswissenschaftler. Mitglieder werden beim DAAB gezielt zu Ihrem persönlichen Krankheitsbild beraten.

Die anderen Partner:

Der IKW vertritt die Interessen der Hersteller und Vertreiber kosmetischer Mittel in Deutschland. Er hat 350 Mitglieder und die Firmen decken einen Umsatzanteil von über 95% in Deutschland ab. Die ADK verfügt über 300 qualifizierte Mitglieder, die sich seit vielen Jahren für eine qualitativ hoch stehende Versorgung der Bevölkerung auf medizinisch-ästhetischem Gebiet einsetzen, einem wachsenden Teilgebiet der Dermatologie. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) ist die älteste gemeinnützige Vereinigung (e. V.) zur Förderung der gesundheitlichen Vorsorge und Kommunikation in Deutschland. Es ist unabhängig und keiner politischen, religiösen oder kommerziellen Gruppe verpflichtet. Sein satzungsmäßiger Auftrag besteht darin, Menschen, Tiere und Umwelt vor Schäden zu schützen. Mit dem grünen Kreuz wurde ein Zeichen gewählt, das in Europa eine lange Tradition als Symbol für humanitäre Hilfsbereitschaft hat.

Unter www.haut.de gibt es neben umfangreichen zu den verschiedenen kosmetischen Mitteln zum Schutz, zur Reinigung und zur Pflege der Haut, die von ausgewiesenen Experten verfasst sind. Weiterhin sind bereits aktuelle Beiträge zu einer Reihe von Themen wie z. B. die Haut im Winter, Hormone und Haut, Allergien, Sonnenschutz, trockene Haut, Altershaut und Hautkrebs zu finden. Daneben wird auch auf spezielle Themen wie Haarausfall eingegangen. Realisierung und Betrieb erfolgen durch die Medienagentur health&media GmbH aus Darmstadt.

Anfragen und Wünsche können bereits heute an die E-Mail-Adresse redaktion@haut.de gesendet werden.


16.11.2005 - Grünes Kreuz neuer Partner von ADK und IKW bei www.haut.de

Nachdem die gemeinsame Internetplattform der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e. V. (ADK), einer Arbeitsgruppe der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) im September frei geschaltet wurde, hat sich mit dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) ein neuer Partner gefunden. Somit wird das Informationsangebot auf der Homepage auf ein breiteres Niveau gestellt.

Der IKW vertritt die Interessen der Hersteller und Vertreiber kosmetischer Mittel in Deutschland. Er hat 350 Mitglieder und die Firmen decken einen Umsatzanteil von über 95% in Deutschland ab. Die ADK verfügt über 300 qualifizierte Mitglieder, die sich seit vielen Jahren für eine qualitativ hochstehende Versorgung der Bevölkerung auf medizinisch-ästhetischem Gebiet einsetzen, einem wachsenden Teilgebiet der Dermatologie. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) ist die älteste gemeinnützige Vereinigung (e. V.) zur Förderung der gesundheitlichen Vorsorge und Kommunikation in Deutschland. Es ist unabhängig und keiner politischen, religiösen oder kommerziellen Gruppe verpflichtet. Sein satzungsmäßiger Auftrag besteht darin, Menschen, Tiere und Umwelt vor Schäden zu schützen. Mit dem grünen Kreuz wurde ein Zeichen gewählt, das in Europa eine lange Tradition als Symbol für humanitäre Hilfsbereitschaft hat.

Unter www.haut.de sind aktuelle Beiträge zu einer Reihe von medizinischen Themen wie z. B. Allergien, Sonnenschutz, trockene Haut, Altershaut und Hautkrebs zu finden. Weiterhin gibt es umfangreiche Informationen zu den verschiedenen kosmetischen Mitteln zum Schutz, zur Reinigung und zur Pflege der Haut, die von ausgewiesenen Experten verfasst sind. Diese werden ergänzt durch Beiträge über den Aufbau der Haut, deren Struktur, Funktion und die Hauttypen. Daneben wird auch auf spezielle Themen wie Haarausfall eingegangen. Realisierung und Betrieb erfolgen durch die Medienagentur health&media GmbH aus Darmstadt.

Langfristig wird unter www.haut.de ein umfassendes Informationsforum rund um das Thema Haut entstehen.

Anfragen und Wünsche können an die E-Mail-Adresse redaktion@haut.de gesendet werden.


19.09.2005 - ADK und IKW gehen gemeinsam online: www.haut.de

Ab sofort finden Verbraucher, Dermatologen und andere Interessierte Wissenswertes rund um die menschliche Haut unter www.haut.de. Hierbei handelt es sich um die gemeinsame Internetplattform der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie e. V. (ADK) und des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW). Der IKW vertritt die Interessen der Hersteller und Vertreiber kosmetischer Mittel in Deutschland. Er hat 350 Mitglieder und die Firmen decken einen Umsatzanteil von über 95% in Deutschland ab. Die ADK verfügt über 300 qualifizierte Mitglieder, die sich seit vielen Jahren für eine qualitativ hochstehende Versorgung der Bevölkerung auf medizinisch-ästhetischem Gebiet einsetzen, einem wachsenden Teilgebiet der Dermatologie.

Unter www.haut.de sind aktuelle Beiträge zu einer Reihe von medizinischen Themen wie z. B. Allergien, Sonnenschutz, trockene Haut, Altershaut und Hautkrebs zu finden. Weiterhin gibt es umfangreiche Informationen zu den verschiedenen kosmetischen Mitteln zum Schutz, zur Reinigung und zur Pflege der Haut, die von ausgewiesenen Experten verfasst sind. Diese werden ergänzt durch Beiträge über den Aufbau der Haut, deren Struktur, Funktion und die Hauttypen. Daneben wird auch auf spezielle Themen wie Haarausfall eingegangen. Realisierung und Betrieb erfolgen durch die Medienagentur health&media GmbH aus Darmstadt.

Langfristig wird unter www.haut.de ein umfassendes Informationsforum rund um das Thema Haut entstehen. Die Kooperation der beiden Verbände ist ein erster Schritt zu einer zukünftig engeren Zusammenarbeit, mit dem Ziel, dem Verbraucher stets umfassende Informationen über die Produkte entsprechend dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu bieten. Zugleich sollen den Dermatologen mehr Informationen über kosmetische Mittel zur Verfügung stehen. „Dermatologen, die dieses umfangreiche Angebot in Anspruch nehmen, werden umfassender informiert sein und können so den Verbraucher qualitativ noch besser beraten“, so Dr. med. Matthias Herbst, Generalsekretär der ADK.

In der Auftaktveranstaltung am 19. September 2005 in Hamburg werden Vertreter beider Verbände unter dem Titel „Wenn die Haut mal überreagiert“ der Presse aktuelle Erkenntnisse zu Ursachen, Auftreten und Vorbeugung von unerwünschten Wirkungen kosmetischer Mittel vortragen. So stellt Prof. Dr. Wolfgang Gehring, Direktor der Hautklinik Karlsruhe fest: „Allergien auf kosmetische Mittel sind selten, häufige Ursache von Unverträglichkeiten ist die Verwendung von Kosmetika für den falschen Hauttyp.“

Anfragen und Wünsche können bereits heute an die E-Mail-Adresse redaktion@haut.de gesendet werden.


27.07.2005 - Nur ein natürlicher Teint ist „cool“ - Aktion „Fit for Sun“ will Jugendliche über Hautkrebsprävention aufklären

Wenn es Eltern und Lehrern gelänge, Kids und Jugendliche davon zu überzeugen, dass ungeschütztes und exzessives Sonnenbaden ungesund ist, könnten viele Hautkrebsfälle der Zukunft vermieden werden. Doch wie stellt man das an? Mit dem erhobenen Zeigefinger? Sicher nicht!

Eine Antwort auf die Frage nach dem „Wie“ gibt die Aktion „Fit for Sun“ der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe. Sie will Jugendliche über den richtigen Umgang mit der Sonne informieren und aufklären – und zwar auf Augenhöhe. Nicht Verzicht wird gepredigt, sondern das "Gewusst wie" erläutert. Dabei richten sich die Animationen direkt und in junger, verständlicher Sprache an die Kids.

Außerdem setzt die Aktion auf einen Gesinnungswandel nach dem Motto: „Bist du cool, oder läufst du mit?“ Sie versucht begreiflich zu machen, dass gebräunte Haut nicht „cool“ ist, wie die meisten denken, sondern ein Zeichen für verletzte Haut. Und, dass derjenige selbstbewusst ist, der nicht wie ein Schaf in der Herde mitläuft und das tut, was alle tun. Selbstbewusstsein zeigt, wer sein „eigenes Ding“ macht. Also, warum nicht mal überlegen, welche Menschen man kennt, die gut aussehen, obwohl sie nicht braun gebrannt sind. Denn der Informierte weiß: nur ein natürlicher Teint ist gesund!

Die Aktion „Fit for Sun“ stellt in einer bundesweiten Schulkampagne Lehrern weiterführender Schulen verschiedene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Von der Lehrermappe über Fallstudien bis hin zu Flash-Animationen und Videos reicht die Palette der Downloads, die unter http://www.unserehaut.de kostenlos angeboten werden. Die Grundlagen des Materials sind auf einem internationalen Workshop der Weltgesundheitsorganisation WHO erarbeitet worden.

ADK-Redaktion


19.07.2005 - Eines der Geheimnisse jugendlicher Haut: Hyaluronsäure

Unsere Haut verliert mit zunehmendem Alter an Spannung und Elastizität. Die Haut wird trockener, Fältchen zeigen sich. Eine der Ursachen für diese Veränderungen ist die Verringerung des Hautbestandteils Hyaluronsäure, eines Polysaccharids. Das aus vielen einzelnen Zuckermolekülen zusammengesetzte Kohlenhydrat kommt überall zwischen den Hautzellen in der interzellulären Matrix des Gewebes vor und besitzt eine ausgeprägte Fähigkeit Wasser zu binden.

Hyaluronsäure und verwandte Substanzen füllen den Raum zwischen den Collagenfasern aus und sind an der strukturellen Ausrichtung und einer ausreichenden Wasserbindung der Faserbündel beteiligt. Die Substanz hilft so der Haut dabei, nicht auszutrocknen. Außerdem fängt Hyaluronsäure freie Radikale ein und mildert so schädliche Umwelteinflüsse auf die Haut ab.

Mit Hilfe sehr feiner Injektionsnadeln und einer speziellen Injektionstechnik (Mesotherapie) ist es möglich, hautidentische, unvernetzte Hyaluronsäure von außen in die Haut einzubringen. Ziel ist es, einen verjüngenden Effekt für die Haut zu erreichen.

Verwendet wird dazu eine Hyaluronsäure-Natriumsalz-Lösung. In der Regel werden zwei Injektionsbehandlungen im Abstand von 14 Tagen durchgeführt. Das Hyaluronsäure-Präparat wird dabei in die unter der Oberhaut liegende Lederhaut (Dermis) injiziert. Behandelt werden können alle Hautpartien: Gesicht, Hals, Dekolleté, Brust, Oberschenkel etc..

Die Herstellung der Hyaluronsäure geschieht auf biotechnologischem Weg mit Hilfe von Bakterienkulturen, oder man gewinnt es aus tierischen Geweben wie Hahnenkämmen. Die Behandlung hat ihren Preis: Für eine Sitzung von 30 Minuten ist mit etwa 300 Euro zu rechnen. Die Wirkdauer ist begrenzt und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Zum Teil verliert sich der Effekt bereits nach drei bis sechs Monaten. Für dauerhafte Behandlungserfolge sind daher gelegentliche Auffrischungen erforderlich.

Es kann auch zu unerwünschten Wirkungen der Behandlung kommen. Vorübergehend können lokale Schmerzen, Schwellungen, Hitzegefühl und Rötungen an der Injektionsstelle auftreten. Stärker ausgeprägte Entzündungsreaktionen sind sehr selten, aber nicht völlig auszuschließen. Bei einer Überempfindlichkeit gegen Hühnereiweiß dürfen Injektionen mit Hyaluronsäure nicht erfolgen.

ADK-Redaktion


24.06.2005 - Haarausfall bei Frauen ist kein seltenes Phänomen - Bei Frauen lichtet sich als erstes die Scheitelregion

Während sich bei Männern zunächst die bekannten Geheimratsecken ausbilden, die später in eine Stirnglatze übergehen, beginnt sich bei Frauen das Haar am Scheitel zu lichten. Ab dem 30. Lebensjahr fallen vermehrt Haare auf dem Oberkopf aus und es bildet sich ein breiter Mittelscheitel. Schließlich wächst hier nur noch ein weicher Flaum aus sehr kurzen und dünnen Haaren. Ein typischer Fall von androgenetischer Alopezie. Bei 80 Prozent der Frauen mit Alopezie ist der Haarausfall erblich bedingt. Geheimratsecken und völlig kahle Stellen, wie sie bei Männern häufig sind, treten bei Frauen nur selten auf. Meist ist die Ausdünnung eher diffus und es sind nur einige Haarfollikel einer Kopfregion betroffen.

Neben dem typischen Haarausfallmuster ist ein weiterer Hinweis auf eine androgenetische Alopezie, wenn Frauen in der Verwandtschaft ebenfalls Haarausfall haben. Der Hautarzt wird außerdem noch andere Ursachen in Erwägung ziehen, wie eine Funktionsstörung der Schilddrüsen, Vitamin- und Mineralstoffmangel oder eine Autoimmunerkrankung (z.B. Lupus erythematodes). Die androgenetische Alopezie bei Frauen ist kein seltenes Phänomen: Etwa zehn bis 30 Prozent aller Frauen neigen zum anlagebedingten Haarausfall. Sogar sehr junge Frauen, zum Teil schon in den Twenties, also zwischen 20 und 30, können betroffen sein. Sinkende Östrogen- und steigende Androgenspiegel in den Wechseljahren beschleunigen schließlich die androgenetische Alopezie. Das belastet die Psyche der Betroffenen zum Teil sehr stark.

Doch es gibt Hoffnung für Frauen mit androgenetischer Alopezie: Der Haarverlust kann verzögert werden und lässt sich meist auch stoppen. Häufig erhöht sich sogar die Haardichte wieder. Helfen können äußerliche Behandlungen mit Östrogenlösungen oder mit dem Kalium-Kanal-Öffner Minoxidil.
Den allermeisten Patientinnen kann geholfen werden. Allein etwa 80 Prozent der Frauen sprechen auf Minoxidil an. Wirken die lokalen Tinkturen nicht ausreichend, kann der Dermatologe auch auf systemische Therapeutika, also auf Tabletten, zurückgreifen, beispielsweise auf Antiandrogene.
Bei Frauen mit zusätzlicher Seborrhoe, d.h. übermäßiger Talgabsonderung, und Kopfschuppung kann auch eine Kombination von weiblichen Hormonen mit Kortikosteroiden äußerlich eingesetzt werden.

ADK-Redaktion, Ärzte Zeitung, 22.03.2004


02.06.2005 - Schönheits-Op ohne Messer: Botox gegen Mimikfalten immer vom Facharzt

Zur Behandlung von Mimikfalten im Gesicht werden in der Dermatologie erfolgreich Injektionen von Botulinumtoxin A (BTX) eingesetzt. Vorab ist wichtig zu wissen: Botulinumtoxin ist kein Zauber-Mittel gegen Falten, sondern ein in der Medizin vielfältig einsetzbares hochwirksames Nervengift etwa gegen übermäßiges Schwitzen oder in der Schmerztherapie. Fachleute warnen eindringlich vor dem freien Einsatz des Mittels gegen Gesichtsfalten auf so genannten Botox-Parties, wie sie in New Yorks Schönheitszirkeln jahrelang in Mode waren und zum Teil noch sind. Die Substanz ist sehr giftig. Seriös eingesetzt, d.h. in den richtigen Konzentrationen vom erfahrenen Facharzt an die richtigen Stellen injiziert, ist dieses Mittel jedoch eine wirksame und sichere Behandlungsoption in der ästhetischen Medizin.

Botulinumtoxin A eignet sich besonders zur Korrektur von dynamischen Gesichtsfalten im oberen Drittel des Gesichts und des Halses, die durch die Aktivität der mimischen Muskulatur entstehen.
Die Injektion des Gifts in die Stirn, Augen- oder Mundpartien hilft gegen scharf eingegrabene Denker- und Zornesfalten ebenso wie gegen die ungeliebten Krähenfüße. Botox wird außerdem eingesetzt bei Nasenrückenfalten und Falten an Lippen, Kinn, Hals oder Décolleté. Der Vorteil der Behandlungsoption gegenüber anderen Verfahren sind die geringe Komplikationsrate, ein geringer Materialaufwand und die leichte Wiederholbarkeit. Der Effekt hält allerdings nur für 3 bis 9 Monate an.

In einer ambulanten Behandlung wird Botulinumtoxin A mit einer sehr feinen Nadel direkt in die Muskeln gespritzt. Die Substanz blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen und hemmt die Muskelkontraktion. Einer weiteren Ausprägung von Falten wird damit vorgebeugt und es kommt sogar zu einer Faltenglättung. Voraussetzung ist eine ansonsten straffe Haut. Innerhalb von 2 bis 5 Tagen wird die Wirkung sichtbar, der volle Effekt entfaltet sich nach etwa zwei Wochen.

Botulinum-Toxin A ist in der verabreichten Konzentration gefahrlos und löst keine Vergiftungserscheinungen aus. Als Nebenwirkungen können u.a. Brennen, Hautreizungen, leichte Schwellungen, kleine Hämatome oder vorübergehende Lähmungen benachbarter Muskelgruppen auftreten. Auch Kopfschmerzen und Taubheitsgefühl kommen vor. Ein Mindestabstand zum Lidspalt von 1 cm muss unbedingt eingehalten werden.

Als alternative Verfahren können zur Faltenbehandlung Erbium-YAG- oder CO2-Laser, Bioimplantate oder Operationen genutzt werden. Im Vergleich zu diesen Verfahren sind Komplikationen bei Botox-Injektionen seltener. Doch auch Botulinumtoxin sollte mit Bedacht eingesetzt werden. Werden zu viele Mimikmuskeln gelähmt erscheint das Gesicht unter Umständen emotionslos. Einige sympathische Linien um Augen oder Mund sind durchaus erlaubt. Das sieht natürlicher und lockerer aus, als ein vollkommen "eingefrorenes" Gesicht.

ADK-Redaktion, Lit.: Kerscher, Martina; Weidmann, Michael J.; Gottlöber, Petra; Peter, Ralf Uwe: "Botulinumtoxin A in der Faltenbehandlung: Übersicht und Abgrenzung zu alternativen Verfahren", Deutsches Ärzteblatt 2001, 98:A1758-1760


12.05.2005 - Untersuchungen bei Haarausfall

Es ist völlig normal, wenn etwa 100 Haare pro Tag ausfallen. Erst wenn über einen längeren Zeitraum mehr als 150 Haare am Tag ausgehen, spricht man von Haarausfall. Verliert man zu viele Haare, führt kein Weg an einem Arztbesuch vorbei. Der Hautarzt kann die Ursache des Haarverlustes abklären. Am häufigsten ist der anlagebedingte Haarausfall, die androgenetische Alopezie. Doch Haarausfall kann auch andere Ursachen haben: Etwa Krankheiten oder Operationen, die Einnahme von Medikamenten, psychische Belastungen etc.. Auch Entzündungen und Ekzeme können zu Haarverlusten führen.

Der Hautarzt untersucht zunächst das Muster des Haarausfalls.

Um herauszufinden wie viele Haare am Tag ausgehen, kann ein Haarwaschtest durchgeführt werden. Dazu wäscht man die Haare am Tag, bevor man den Test durchführen möchte. 24 Stunden später kann der Test beginnen. Zunächst wird der Abflussverschluss im Waschbecken durch ein Abflusssieb ersetzt. Nun werden die Haar über dem Waschbecken gewaschen und anschließend die Haar aus dem Sieb in eine Tüte gegeben. Die Zahl der ausgegangenen Haare kann nun ausgezählt werden. Die Hilfsmittel für einen Haarwaschtest werden auch von Pharmaherstellern angeboten. Diese übernehmen dann das Auszählen und teilen dem Patienten das Ergebnis mit.

Für den Hautarzt ist es außerdem wichtig zu wissen, wann der Haarausfall angefangen hat, wie lange er bereits andauert und – wenn das zu lokalisieren ist – wo am meisten Haars ausgehen. Einen wichtigen Hinweis für die Diagnose gibt auch die Tatsache, ob in der Familie auch andere von Haarausfall betroffen sind oder waren.

Um die Ursache des Haarausfalls aufzuklären, kann der Arzt auch ein so genanntes Trichogramm veranlassen. Dazu muss der Patient zunächst noch ein paar zusätzliche Haare lassen. Mit Hilfe einer Klemme werden mindesten 60 Haare auf einmal ausgezogen. Unter dem Mikroskop kann der Hautarzt dann beurteilen, wie viele Haare sich in der Wachstumsphase (Anagenphase) und wie viele Haare sich in der Ruhephase (Telogenphase) befinden. Beim anlagebedingten Haarausfall ist der Anteil der Haare in der Telogenphase erhöht.

Kommt der Hautarzt der Ursache nicht auf die Spur, sind u.U. andere Spezialisten wie Endokrinologen oder Internisten gefragt. Sie untersuchen auf eine Störung des Hormonhaushaltes oder das Vorliegen anderer Erkrankungen hin.

ADK-Redaktion


12.05.2005 - Rote Äderchen im Gesicht: Bei Couperose hilft Schminken oder Lasern

Landau/Berlin (dpa/gms) - Gefährlich sind sie nicht, aber lästig: Kleinste rote Äderchen, die unter der Haut hindurchschimmern. Meist kommen sie in einem Alter, in dem Frauen so wenig Make-up wie möglich tragen möchten, um Fältchen nicht noch optisch zu verstärken. Wird gut deckende Kosmetik lokal aufgetragen, lässt sich das sichtbar gewordene Innenleben der Haut aber überschminken. Dauerhaft Abhilfe schaffen Laserverfahren.
Der Volksmund spricht bei Couperose auch von „geplatzten“ Äderchen. Das Bild ist aber irreführend, sagt der Hautarzt Klaus Fritz aus Landau, Sprecher des Berufsverbandes deutscher Dermatologen. „Tatsächlich handelt es sich um feinste Äderchen an der Oberfläche der Haut, die dauerhaft geweitet sind.“ Manchmal wird Couperose mit der Krankheit Rosacea gleichgesetzt. Die entzündliche Erkrankung beginnt meist im mittleren Lebensalter. Nur in bestimmten Fällen geht sie mit Couperose einher.

Zu Couperose neigen laut Mediziner Fritz beispielsweise Frauen mit von Natur aus sehr gut durchbluteten Wangen, ihr Hauttyp werde manchmal auch als „ländlich“ bezeichnet. Menschen mit dicker Haut sind selten betroffen, sagt der Camouflage-Make-up-Spezialist René Koch aus Berlin. Wer hingegen schon bei Eltern oder Großeltern kleine rote Äderchen beobachtet hat, ist gefährdet. Auch hier sind Frauen um die 50 deutlich häufiger betroffen als jüngere.
Wer zu Couperose neigt, sollte laut Visagist Koch Kaffee, Alkohol und heftige Temperaturwechsel meiden. Bei kalten Außentemperaturen sollte vor dem Gang ins Freie eine gut schützende Gesichtscreme aufgetragen werden. Auch Stress und Sonne sind problematisch, warnt Antje Brüne vom Verband der Vertriebsfirmen kosmetischer Erzeugnisse (VKE) in Wiesbaden. „Als Sonnenpflegeprodukte sollte man solche mit physikalischem Sonnenschutzfaktor, beispielsweise mit Titandioxid, verwenden.“ Der Vorteil physikalischer Lichtschutzfilter liegt unter anderem darin, dass der Schutz sofort nach dem Auftragen wirksam ist.

Brüne zufolge ist die Haut bei Couperose sehr empfindlich. Sie rät deshalb, keine alkoholhaltigen oder peelenden Produkte zu verwenden. „Alles, was die Durchblutung fördert, ist extrem negativ.“ Bei guter Durchblutung verschlechtere sich das Hautbild, bestätigt Fritz. Problematisch seien auch scharfe Gewürze, Alkohol oder Blutdruck senkende Mittel, die die Gefäße erweitern. „Dinge des täglichen Lebens wie Kaffee oder Tee würde ich nicht ganz ablehnen“. Von ausgiebigen Sonnenbädern oder Sauna-Gängen rät sie aber ab.

Wer die sichtbaren Äderchen als störend empfindet, möchte naturgegeben erst einmal „sanfte“ Therapien ausprobieren. Allzu viel sollte man sich davon aber nicht versprechen, sagt Mediziner Fritz. Im Handel würden beispielsweise kosmetische Gels angeboten, die eine leichte Abdeckfunktion besitzen und „manchmal abschwellend wirken“. Die Wirksamkeit solcher Produkte sei immer begrenzt. Andernfalls würden sie nicht als Kosmetika vertrieben, sondern als Arzneimitteln mit entsprechenden gesetzlichen Auflagen.

Dauerhaft beseitigt werden können die Äderchen laut Fritz nur durch Laserbehandlung. Je nach Verfahren werden die erweiterten Äderchen entweder verschlossen oder zum Platzen gebracht. Die letztere Variante wird vor allem angewandt, wenn es sich um allerfeinste Gefäße handelt. Weil bei diesem Verfahren Blut aus den Gefäßen austritt, kommt es an den betroffenen Stelle zu einem blauen Fleck. „Man sieht ein bisschen mitgenommen aus.“
Früher seien die Äderchen auch mit Elektronadeln behandelt wurden, erläutert Fritz. Doch bei diesem Verfahren muss die Epidermis durchstoßen werden, wodurch punktförmige kleine Löcher in der Haut entstehen. Moderne Farbstofflaser arbeiteten so, dass sie ihre Energie nur bei Gefäßen mit rotem Blutfarbstoff abgeben. „Die Oberfläche der Haut wird geschont.“

Die Behandlung dauert 5 bis 15 Minuten und wird ohne Betäubung vorgenommen. Allzu schmerzhaft sei das Verfahren nicht, sagt Fritz. „Es fühlt sich an wie kleine Nadelstiche.“ Bei ganz einfachen Fällen reiche eine Behandlung, in der Regel müssen Patienten aber mit mit zwei bis drei Sitzungen rechnen. „Die Kosten liegen pro Sitzung bei 50 bis 150 Euro.“

Wer den Eingriff oder die Kosten scheut, kann die Äderchen auch überschminken. Dabei sollten Spezialprodukte mit einem hohen Pigmentanteil verwendet werden, sagt Visagist René Koch. „Klassische Camouflage-Produkte haben einen Pigmentanteil von um die 50 Prozent. Es gibt mittlerweile aber auch Light-Versionen mit 30 bis 35 Prozent Pigmenten.“ Bei Couperose reiche ein Light-Produkt vollkommen aus.

Die Produkte können dem Visagisten zufolge gut lokal aufgetragen werden. Dadurch wird verhindert, dass das stark deckende Make-up Fältchen um die Augen und am Mund noch stärker ausgeprägt wirken lässt. „Am besten kauft man eine Palette, zum Beispiel mit drei Tönen, denn der Hautton verändert sich mit der Jahreszeit.“ In Apotheken oder spezialisierten Kosmetikstudios gebe es aber auch Paletten mit 12 Farben, sagt Koch, der mit 150 Farben arbeitet.

Um morgens den richtigen Hautton zu treffen, rät Koch, mit dem Spiegel ans Fenster zu treten. Bei kleinen Stellen trägt man das Produkt mit einem Pinsel auf. Für große Flecken sollte man einen Schwamm oder einen breiten Mikrofaserpinsel verwenden. Nach dem Auftragen wird das Camouflage-Make-up, das auch zum Überschminken von Besenreißern verwendet werden kann, mit einem Fixierpuder oder -spray versehen. So übersteht es auch schweißtreibende Aktivitäten oder Schwimmbadbesuche. „Sie dürfen die Haut nachher mit dem Handtuch nur nicht trockenreiben, sondern lediglich locker abtupfen.“ Besondere Kunstfertigkeit brauche man für die Schminkprozedur nicht. „Wenn sich jemand ein Make-up machen kann, kann er auch Camouflage.“

dpa/gms sw sc


20.04.2005 - Menschliches Kollagen aus Zellkulturen vermeidet Allergien

Um größere Falten oder eine sich zusammen ziehende Narbe optisch einzuebnen, können so genannte Unterfüllungen oder Bioimplantate verwendet werden. Das hierfür häufig eingesetzte natürliche Kollagen aus Rinderhaut birgt jedoch die Gefahr einer allergischen Reaktion. Um Allergien möglichst zu vermeiden, hat eine amerikanische Firma menschliches Kollagen aus Zellkulturen gezüchtet. Das „Human Collagen“ ist in den USA bereits seit März 2003 zugelassen. Ein Allergietest vor der Behandlung ist nicht erforderlich. In Deutschland wird das menschliche Kollagen bereits seit einigen Jahren bei der Behandlung von Brandopfern eingesetzt.

Die Bioimplantate werden in der Regel in die obere Dermis, direkt unter die Oberhaut gespritzt. Damit kann der Arzt das verloren gegangene hauteigene Kollagen zumindest für eine gewisse Zeit ersetzen.
Die Behandlungsergebnisse sind sofort sichtbar und halten meist zwischen drei und sechs Monaten, auch schon mal bis zu einem Jahr. Innerhalb dieses Zeitraums wird das Kollagen vom Körper wieder abgebaut. Für eine dauerhafte Veränderung der Gesichtskonturen ist daher die regelmäßige Wiederholung der Behandlung erforderlich. Die Resorption des Materials hat den Vorteil, dass die Implantate den sich im Laufe der Zeit verändernden Gegebenheiten des Gesichts angepasst werden können. Zudem werden entzündliche Prozesse vermieden, wie sie bei permanenten, nicht resorbierbaren Materialien nicht selten auftreten. Die ästhetischen Resultate des menschlichen Kollagens sind nach Angaben behandelnder US-Ärzte den mit Rinderkollagen erreichten ebenbürtig.
Aber auch Vorbeugung ist möglich. Wer seine Haut schützt, kann die Hautalterung verzögern. Zur Verminderung des Kollagens in der Haut tragen neben natürlichen inneren Faktoren wie dem natürlichen Alterungsprozess auch äußere Faktoren wie UV-Exposition, Schadstoffe und Lifestyle bei.

ADK-Redaktion; Ärzte Zeitung, 02.10.2003


25.02.2005 - Oberflächliches Peeling mit Fruchtsäuren

Bei reiferer Haut ab 40 kann ein Peeling, also eine Schälbehandlung, den Stoffwechsel der Haut aktivieren und die Zellteilungsraten erhöhen. Abgestorbene Zellen werden dabei von der Hautoberfläche entfernt und die darunterliegenden jüngeren Zellen frischen das Erscheinungsbild auf. Die Haut wirkt in der Folge jugendlicher und faltenfreier.

Oberflächliche Peelings etwa mit niedrig dosierten Fruchtsäuren oder mit Vitamin-A-Säuren können im Rahmen der täglichen Pflege zu Hause angewandt werden. Mitteltiefe und tiefe Peelings mit Fruchtsäurekonzentrationen bis zu 70 Prozent führt nur der geübte Facharzt durch, um mögliche Komplikationen wie Vernarbung oder Pigmentstörungen zu vermeiden.

Die nach ihrem häufigen Vorkommen in Früchten benannten Fruchtsäuren sind chemisch gesehen Alpha-Hydroxy-Säuren, kurz AHAs (alpha-hydroxy-acids) genannt. Zu den Fruchtsäuren gehören Substanzen wie Zitronensäure, Äpfelsäure, Milchsäure, Weinsäure oder Glycolsäure. Sie haben vergleichsweise mild schälende Effekte auf die Haut und können in niedrigen Konzentrationen täglich angewendet werden. In Cremes für den Hausgebrauch werden meist Fruchtsäure-Konzentrationen zwischen 6 und 12 Prozent eingesetzt. Sind erst Erfolge sichtbar, kann die Anwendung meist auf 2 bis 3mal pro Woche reduziert werden.

Die Hautoberfläche ist mit einer Schicht abgestorbener Zellen bedeckt, da sich die Hautschichten von unten her kontinuierlich erneuern und alte Zellen nach außen abgestoßen werden. Fruchtsäuren lösen nun die Proteinverbindungen dieser abgestorbenen Zellen, die Hornschicht lockert auf und die Hornschüppchen lösen sich. Es kommen die darunterliegenden, jüngeren Zellen zum Vorschein, die Hautoberfläche wirkt gleichmäßiger und glatter. Die Folge ist ein jüngeres Erscheinungsbild der Haut. Weiterer Effekt der Fruchtsäuren: Die Teilungsrate der Basalzellen erhöht sich und der Feuchtigkeitsverlust der Haut wird gemindert.

Für den erfrischten Teint handelt sich die Anwender/in allerdings auch einen unerwünschten Nebeneffekt ein. Weil das Peeling die Hornschicht und die Lichtschwiele dünner macht, ist die Haut nach der Behandlung weniger gut gegen Lichteinflüsse geschützt. Der Eigenschutz der Haut vor UV-Strahlung wird beeinträchtigt. Um Lichtschäden zu vermeiden wird daher dringend empfohlen, sich während eines oberflächlichen Peelings mit Sonnenschutzcremes vor UV-Strahlen zu schützen. Auch hinreichende Erfahrungen über Langzeiteffekte solcher Hautverjüngungsmaßnahmen fehlen bislang.

Mit medizinisch begründeten Peelings erreichen Fachärzte insbesondere heilende Effekt. Behandelt werden können Pigmentstörungen, aktinische Keratosen, oberflächliche Narben, etwa Aknenarben, die Akne selbst und anderes mehr. Zu den medizinischen Anwendungen demnächst mehr an dieser Stelle.
ADK-Redaktion


18.02.2005 - Neuer Test für Sonnencremes misst Schäden am Erbgut (DNA)

„Sonne macht die Haut schlaff, ledrig, dick und fleckig“, warnt Dr. Mark Birch-Machin von der Universität von Newcastle (GB). So deutlich hat es uns noch keiner gesagt!

Birch-Machin, Dozent für Molekulare Dermatologie an der Universität für Klinische und Laborwissenschaften, und sein Team haben einen neuen Test für Sonnenschutzmittel entwickelt. Er beruht auf der Messung der Menge von dauerhaften Schäden am Erbgut der Haut, der DNA. Sechs junge Frauen in den Zwanzigern wurden vor und nach einem einwöchigen Urlaub auf der spanischen Ferieninsel Ibiza getestet. Dazu wurden Hautproben entnommen und die DNA untersucht.

Die Ergebnisse waren erschreckend: Sie zeigten, dass alle Teilnehmerinnen schon nach einer Woche Sonnenbaden ihrer Haut schwere, dauerhafte Schäden zugefügt hatten. „Der Schaden bedeutet eine Zeitbombe für Hautkrebs“, sagt Dr. Birch-Machin. Die jungen Frauen hätten außerdem ihre Chancen erhöht, wie 40 oder 45 auszusehen, wenn sie das dreißigste Lebensjahr erreicht hätten. Birch-Machin erläutert: „Jedesmal, wenn Du ein Sonnenbad nimmst – und speziell, wenn Du einen Sonnenbrand bekommst – fügst Du eine Extraportion an Schäden hinzu.“ Birch-Machin weiter: „Du schädigst die DNA in Deinen Hautzellen, was zu Hautkrebs führen kann. Es ist wie eine Zeitbombe, die in 15 bis 20 Jahren hochgehen könnte.“

Der Forscher arbeitet seit Jahren an Hautkrebs. Seine Labortests zeigen, dass die gefährliche UV-Strahlung im Sonnenlicht in die Haut eindringen kann und dort die DNA in den Kraftwerken der Zellen, den Mitochondrien, attackiert. Bereits in der Kindheit können so dauerhaft Schäden an den Hautzellen verursacht werden. Die Strahlen erzeugen zum einen Freie Sauerstoffradikale, die Zellsubstanzen wie die DNA angreifen, und zum anderen können Sie die Erbsubstanz auf direktem Wege schädigen.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wurde ein neuer Test entwickelt, mit dessen Hilfe die Forscher bestimmen, wie gut Sonnencremes vor Hautkrebs schützen. Ziel ist es, neue Wirkstoffe für den Sonnenschutz zu entwickeln. Anhand der Schäden der DNA in den Mitochondrien können die Wissenschaftler auf die Schwere der durch UV-Licht bedingten Schäden der Haut schließen. Die Kosmetik-Industrie könnte mit Hilfe des neuen Tests genauer herausfinden, wie gut ein Sonnenschutzmittel wirkt und die Haut vor Schäden am Erbgut bewahrt. Bisher gilt als Bewertungskriterium wie gut eine Sonnencreme vor Sonnenbrand schützt. Sonnenlicht kann jedoch auch das Erbgut schädigen, ohne einen Sonnenbrand auszulösen.
ADK-Redaktion

Weitere Infos zu Hautkrebs: www.cancerresearchuk.org/sunsmart (engl.-sprachig)


11.02.2005 - Trockene Haut braucht Fett

Nicht nur Kälte und Heizungsluft sind ein ideales Team, um ein Austrocknen der Haut im Winter zu fördern. Es gibt noch andere Angreifer auf die Hautfeuchtigkeit. Zu heißes Waschen oder Baden etwa trocknet die Haut aus. Auch falsche Pflegeprodukte wie entfettende Seifen entziehen der Haut Feuchtigkeit. Reinigungsmittel mit hohem ph-Wert und alkoholhaltige Gesichtswasser beschädigen den Schutzmantel der Haut und steigern so deren Feuchtigkeitsverlust. Anti-Aging-Produkte, die reich sind an Vitamin A (Retinol), haben ebenfalls austrocknende Effekte. In der Folge können unangenehme Spannungsgefühle und Juckreiz auftreten, und das Erscheinungsbild der Haut wirkt eher matt und glanzlos. Die Hautoberfläche fühlt sich rau und schuppig an. Trockene Haut ohne geschlossenen schützenden Fettfilm ist außerdem sensibel für Einflüsse von außen. Ohne ausreichenden Schutz besteht die Tendenz zur vorzeitigen Hautalterung.

Doch was kann man tun? Den einzig effektiven Schutz bietet eine gute Isolationsschicht aus Fett. Wenn die Haut diesen nicht selber produziert, braucht sie nun an Stelle leichter Lotionen reichhaltigere Cremes. Um die empfindliche Haut vor Austrocknung zu schützen, bieten sich besonders in den Wintermonaten auch fetthaltige Cremes oder Lotionen mit Harnstoff als zusätzlichem Feuchthaltefaktor an. Schützend wirken außerdem Hautöle und entsprechende Pflegemasken. Sie ergänzen oder ersetzen den körpereigenen Schutzmantel und verhindern das Verdunsten von Feuchtigkeit von der Hautoberfläche.

Ein beliebter Trick ist es, im Winter den Pflegeplan für die Gesichtshaut einfach auf den Kopf zu stellen: Nachts wird die feuchtigkeitsspendende Tagescreme verwendet und tagsüber die fettreichere Nährcreme. Der übrigen Haut bieten entspannende Bäder, denen man rückfettende Badeöle anstelle austrocknender Schaumbäder zusetzt, Schutz vor zu hohem Feuchtigkeitsverlust.

Zur Reinigung empfehlen sich Mittel, die der Haut möglichst wenig Feuchtigkeit entziehen und deren pH-Wert dem der Haut ähnelt, etwa eine milde Reinigungsmilch. Öle reinigen sanft und hinterlassen einen pflegenden Film. Auf alkoholhaltige Gesichtswässer und entfettende Seifen sollte dagegen verzichtet werden.
ADK-Redaktion


08.02.2005 - Wenn das Baby in die Sonne fliegt… - Babyhaut vor UV-Strahlung besonders schützen

In der Theorie wissen es die meisten Eltern: Sonne ist nichts für Babys empfindliche Haut. Doch wie soll man die Kleinen wirksam schützen? Der beste Schutz ist, so die einhellige Expertenmeinung, direkte Sonne zu meiden und die empfindliche Babyhaut mit luftiger Baumwollkleidung zu bedecken. Die Babyhaut kann noch keinen Eigenschutz gegen UV-Strahlung aufbauen. Sie ist weder in der Lage, genügend Pigmente zu produzieren, noch die Hornhaut als Lichtschwiele zu verdicken.

Sonnenschutzmittel sind für die ganz Kleinen nur bedingt geeignet, weil ihre Haut viel dünner ist als die der Erwachsenen und chemische Stoffe hier besonders tief eindringen können. Die Gefahr einer Sensibilisierung gegenüber chemischen Substanzen und damit das Allergierisiko ist groß. Nimmt die empfindliche Babyhaut die Wirkstoffe üblicher Sonnencremes auf, kann es zu einer Photosensibilisierung kommen. Es sollten deshalb Sonnenschutzmittel mit physikalischen Lichtschutzfiltern zum Einsatz kommen. Diese Suspensionen enthalten feinste Partikel, die das UV-Licht reflektieren und streuen. Als so genannte Deckpigmente werden vor allem Zinkoxid, Titandioxid oder Silikate verwendet. Diese Partikel dringen nicht wie die chemischen UV-Filter herkömmlicher Sonnencremes in die Haut ein. Ein Auslösen von phototoxischen Reaktionen oder von Kontaktallergien tritt bei physikalischen Lichtschutzfiltern daher nicht auf.

Je jünger das Baby ist, desto höher muss der Lichtschutzfaktor sein. Die Empfehlungen reichen von LSF 20 bis 45. Wichtig: Die Sonnencremes müssen UVB- und UVA-Strahlen filtern können. Am besten den Sonnenschutz 30 Minuten vor der Bestrahlung auftragen. Weil Kleinkinder im Wasser spielen und durch das Herumtoben in der Sonne schwitzen, sollten wasserfeste Sonnenschutzmittel verwendet und regelmäßig nachgecremt werden.

Zur „Schutzausrüstung“ von Babys und Kleinkindern gehören noch ein paar weitere Dinge: Ein Sonnenhut gehört unbedingt ins Reisegepäck, idealerweise mit Schirmchen für das Gesicht und mit langem Nackenschutz. Als Bekleidung eigenen sich am besten Long-Shirts möglichst mit langen Ärmeln und dünne Baumwollhosen. Für die Spielecken braucht es dann noch ein Sonnensegel oder einen Sonnenschirm. Spätestens ab dem Kleinkindalter ist auch die Sonnenbrille mit wirksamem UV-Filter Pflicht. Der Optiker hat stabile und gut sitzende Modelle auch für die Kleinen im Angebot.
ADK-Redaktion


03.02.2005 - Die Pille gegen Kahlköpfigkeit - gibt es sie?

Wundermittel gibt es noch keine, aber wirksame Substanzen sehr wohl. Eine dieser Arzneien gegen den anlagebedingten Haarausfall bei Männern ist die Substanz Finasterid. Ein Enzym-Hemmstoff, der die Aktivität der so genannten 5-a-Reduktase hemmt, und so die Umwandlung des männlichen Hormons Testosteron in DHT (Dihydrotestosteron) verhindert. Eine erhöhte Konzentration von DHT in der Kopfhaut, löst Haarausfall aus.

In Studien ließ sich der Haarverlust mit Hilfe des Wirkstoffs bei etwa 90 Prozent der teilnehmenden Männer mit androgenetischer Alopezie stoppen. Bei etwa zwei Dritteln der Probanden verdichtete sich das Haar sogar wieder.

Was viele beruhigen wird: Die Wirkung richtet sich selektiv gegen den Umwandlungsprozess von Testosteron in DHT, das heißt, die Substanz wirkt nicht gegen die androgenetischen (männlichen) Hormone selbst.

Doch auch diese Therapie ist nicht für alle Behandelten nebenwirkungsfrei. Bei etwa 4 Prozent der männlichen Patienten treten Nebenwirkungen auf wie: leichte Abnahme des Sexualverlangens, Impotenz, Abnahme der Libido oder Abnahme des Spermavolumens. Wird das Mittel abgesetzt verschwinden diese unerwünschten Wirkungen in der Regel wieder. Auch während der Behandlungsdauer gehen sie meist nach und nach zurück. Frauen im gebährfähigen Alter dürfen Finasterid nicht einnehmen, da es die Entwicklung der Genitalien eines männlichen Fötus stört. Von schwangeren Frauen darf Finasterid deshalb keinesfalls eingenommen werden.

Online wird außerdem eine Substanz namens Dutasterid beworben, die dem Finasterid sehr ähnlich ist und auch ähnliche Wirkungen hat. Mit seiner Hilfe werden bereits gutartige Wucherungen der Vorsteherdrüse (benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH) behandelt. Klinisch untersucht wurde auch seine Wirkung bei männlichem Haarausfall. Allerdings hat der Hersteller (das Pharmaunternehmen GlaxoSchmithKline) diese Prüfungen ohne Angabe von Gründen abgebrochen. Dutasterid ist derzeit also nicht für die Behandlung von Haarausfall zugelassen. Fachärzte raten daher momentan von der Anwendung des Mittels bei dieser Indikation ab.
Erfolgreich angewendet bei männlichem Haarausfall werden zwei weitere Wirkstoffe: 17-alpha-Estradiol sowie Minoxidil. Beide werden äußerlich aufgetragen. Das 17-alpha-Estradiol-Tonikum hemmt wie Finasterid die 5-alpha-Reduktase während die fünfprozentige Lösung von Minoxidil als Kalium-Kanal-Öffner die Durchblutung fördert und so ihre Wirkung gegen Haarverluste entfaltet.
ADK-Redaktion


31.01.2005 - Polymilchsäure zur Glättung von Falten

Faltenbehandlungen liegen im Trend. Nach dem Fettabsaugen gehört die Beseitigung von Falten im Gesicht mit einem Anteil von 18 Prozent zu den häufigsten kosmetischen Eingriffen. Ein mögliches Verfahren ist das Auffüllen der eingesunkenen Hautbereiche mit Polymilchsäure. Behandelt werden mit diesem Polylaktat Stirn- und Zornesfalten, Nasolabialfalten sowie Fältchen um Augen, Ober- und Unterlippe, an Mundwinkel, Kinn und Hals.

Polymilchsäure ist ein künstlich hergestelltes Milchsäure-Polymer. Es liegt als Kristall vor, das vor der Behandlung in sterilem Wasser aufgelöst wird. Die entstehende Suspension wird unter die Hautfalten gespritzt und so das Hautvolumen erhöht. Nach einigen Tagen entweicht das in der Suspension enthaltene Wasser, und die Falte fällt wieder ein wenig ein. Innerhalb von vier bis sechs Wochen wird durch die Kristalle eine entzündliche Reaktion ausgelöst und so die Bildung eines Kollagenkomplexes gefördert, der die Falten dann bis zu zwei Jahre und länger aufpolstert. Die biokompatible Substanz baut sich zu Kohlendioxid und Wasser ab.

Die Wirksamkeit der Faltenunterspritzung mit Polymilchsäure wurde in Studien untersucht. Das Ergebnis: Die Faltentiefe nahm innerhalb von zwei Monaten um knapp drei Viertel des Ausgangswertes ab und blieb über 20 Monate fast konstant.

In einer offenen, klinischen Phase-III-Studie mit 78 Patienten wurde die Tiefe von Nasolabialfalten geprüft. Nach der Behandlung sank der Anteil der tiefen Falten von 72 Prozent nach zwei Monaten auf null Prozent und der der mäßig tiefen Falten von 28 auf zehn Prozent. Leichte Falten nahmen von null auf 58 Prozent zu, 32 Prozent der Falten waren vollständig verschwunden.

Geeignet ist die Polymilchsäure auch für Patienten mit krankheitsbedingter Lipodystrophie. Das ist eine Erkrankung bei der sich das Wangenfett auflöst. Betroffen sind davon beispielsweise HIV-Patienten, die mit so genannten Virustatika behandelt werden. Als Nebenwirkung dieser HIV-Behandlung entstehen häufig Hohlwangen. Hier versucht man mit Hilfe einer Kombination aus Polymilchsäure und Eigenfett aus anderen Körperregionen das zurückgebildete Gewebe wieder aufzubauen und die Wangen neu zu konturieren.

Bereits seit längerem wird Polymilchsäure für selbst auflösendes Nahtmaterial und für Knochenimplantate verwendet.
ADK-Redaktion; Ärzte Zeitung, 27.08./28.05.2004


27.01.2005 - Lasertherapie bei Akne: Mit Lichtenergie scharf geschossen

LANDAU – Eigentlich sollte der Laser nur die Narben glätten. Doch bei Behandlungen von Akne mit gebündeltem Licht fiel Patienten wie behandelnden Hautexperten auf, dass nach wenigen Sitzungen auch die Entzündungen der Haut abnahmen. Eine neue Form der Aknetherapie war geboren.

"Licht mit einer Wellenlänge von 1450 Nanometern wird in Talg und Wasser am besten absorbiert und verursacht so eine sehr gezielte kurzzeitige Erhitzung," erklärt Dr. Klaus Fritz aus Landau. "Auf diese Weise wird die Talgdrüse thermisch in ihrer Aktivität gebremst." Eine gefragte Alternative in der Behandlung von Akne, da der Laser zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Er glättet bereits bestehende Narben und mindert gleichzeitig akute Entzündungen.

"Akne ist eine anlagebedingte Erkrankung der Talgdrüse und bedarf auf jeden Fall ärztlicher Therapie, besonders die entzündlichen Formen", betont der Hautarzt aus Landau. In der Pubertät führen bei dieser Erkrankung männliche Hormone, wie z. B. Testosteron, zu einer vermehrten Talgproduktion. Gleichzeitig kommt es zu einer Verhornungsstörung im Ausführungsgang der Talgdrüse, was den Abfluss des Talgs behindert. Diese beiden Faktoren führen dazu, dass sich ein so genannter Komedo, eine Talgansammlung entwickelt. Der Pfropf bietet ideale Wachstumsbedingungen für die Akne-typische Bakterien (Propionibakterien), die in der Folge die Entzündung verursachen.

Ganzkörperliche Arzneimitteltherapien sind oft wirksam, aber wegen möglicher Nebenwirkungen wie Leberbelastung, Schädigung des ungeborenen Kindes im Falle einer Schwangerschaft oder Unverträglichkeitsreaktionen an der Haut bei starker Sonneneinstrahlung nicht immer oder nicht langfristig anwendbar. "Physikalische Therapien, insbesondere Lasermethoden, eröffnen hier neue Möglichkeiten", weiß Dr. Fritz.

Aus der Lichttherapie am besten bekannt ist die entzündungshemmende Wirkung von UV-Licht. Bei der Behandlung mit UV-Licht werden die Propionibakterien dezimiert, die die Entzündung verursachen.

Die Lasertechnik macht sich dabei den Stoffwechsel der Bakterien zu Nutze. Die Bakterien setzen Porphyrine frei, die bestimmte Wellenlängen absorbieren. Dabei werden wiederum Wirkstoffe herausgelöst, die Bakterien zerstören.

Porphyrine absorbieren am besten blaue Wellenlängen um 400 bis 430 Nanometer. "Behandlungen mit einer niedrig energetischen Blaulichtquelle mindern die Entzündung bei milden Akneverläufen", so Dr. Fritz. Das Ergebnis hält bis zu einem halben Jahr an.


27.01.2005 - Lippenherpes: Viren lieben Stress

RHEINFELDEN – Ein Schluck aus der Dose, ein ekliges Haar im Essen oder Stress mit dem Lover – und schon passiert es. Ein brennendes Bläschen blüht auf der Lippe. Bis zu zwei Wochen kann es dauern, bis die lästigen und überaus schmerzhaften Bläschen endlich wieder verschwinden.

Bei Lippenherpes handelt es sich um das erneute Aufflammen einer Infektion mit „einfachen“ Herpes-Viren. Nahezu alle Menschen infizieren sich in ihrer Kindheit über den Speichel mit Herpes-Viren. Schon der Kuss eines Überträgers reicht dazu aus. Einmal angesteckt, wird man die lästigen Viren nicht mehr los. Doch das Immunsystem bildet Antikörper im Blut, die ein Leben lang gegen diese Viren wirken. „Allerdings können sie sich in Nervenzellen verstecken und von dort über die Nervenbahnen wieder in die Haut wandern, zum Beispiel an der Lippe, und diese mit Bläschen infizieren“, erklärt Dr. Torsten Hauschild aus Rheinfelden.

Ein kurzer Moment des Ekelns reicht oft aus und schon blühen die Bläschen wieder auf. „Patienten berichten immer wieder, dass psychische Einflüsse eine Rolle spielen, also ein Zusammenhang zwischen Psyche und Immunsystem besteht“, so Dr. Hauschild.

Stresssituationen, Aufregung oder Ärger können ausreichen, um Herpes auszulösen. Weitere Ursachen sind fiebrige Erkältungen („Fieberblasen“) oder kleine Verletzungen im Mundraum, also etwa beim Zahnarztbesuch, das Trinken aus Aluminiumdosen oder die Kombination von Wind, Frost und intensiver Sonne beim Wintersport.

Der einfache Lippenherpes braucht nicht von einem Hautarzt behandelt zu werden. Anders sieht es aus, wenn sich die Bläschenbildung ausbreitet. Dies kann zum Beispiel bei Patienten mit Neurodermitis geschehen. „Außerdem sollte man schnellstmöglich zum Hautarzt gehen, wenn stärkere Beschwerden auftreten oder ungewöhnliche Hautstellen – zum Beispiel um die (Finger-)Nägel oder die Augen herum – betroffen sind“, warnt Dr. Hauschild. Bei Immunschwäche gilt dies ebenfalls.

Die äußerliche Behandlung mit einer Creme, welche den Wirkstoff Aciclovir enthält, ist inzwischen Standardtherapie bei Lippenherpes. Aciclovir wirkt jedoch nur in den ersten zwei bis drei Tagen, wenn die Herpesbläschen entstehen. „Die Creme sollte beim frischen Aufblühen der Bläschen und dann mindestens fünfmal am Tag - bis zu alle zwei Stunden – angewendet werden“ rät Dr. Hauschild.

Sind die Bläschen erst einmal völlig aufgeblüht, ist die Anwendung von Aciclovir unwirksam. „Als Anschluss- und Nachbehandlung eignet sich dann eine antimikrobielle Creme, denn es sind Bakterien, die in die Bläschenwunde eindringen und Schmerzen und Beschwerden verursachen“ weiß Dr. Hauschild.“

Wer oft befallen wird, sucht nach Wegen, die den Lippenherpes dauerhaft beseitigen. „Versuche mit Impfstoffen haben sich nicht bewährt“, so Dr. Hauschild. Für eine gewisse Zeit kann man die Reaktivierung durch die tägliche Einnahme von Aciclovirtabletten (400 – 600 mg) unterdrücken; allerdings tritt der Herpes nach Absetzen der Tabletten unverändert wieder auf. Wichtig ist, intensive Sonnenbestrahlung zu meiden.

Manchmal helfen auch Alternativmethoden wie der Einsatz von Vitamin C, von Zinktabletten, Aloe-Vera-Gel, eines Soft-Laser oder von Metallstiften, die einen schwachen Strom auf der Herpesstelle auslösen.


27.01.2005 - Warzen: Noch besser als schwarze Katzen oder Schneckenschleim

BERGHEIM – Spätestens seit der Lektüre von Mark Twains „Tom Sawyer“ weiß jedes Kind, wie Warzen geheilt werden. Man vergrabe um Mitternacht bei Vollmond eine tote, schwarze Katze und spreche dazu die Worte: „Katze hol die Warze, Teufel hol die Katze“ und schon sind die hässlichen Quälgeister verschwunden! Wer gerade keine tote Katze zur Hand hat, kann alternativ auch eine Schnecke um Mitternacht über die Warze kriechen lassen.

Kaum zu glauben, aber gut ein Drittel der Warzen verschwinden irgendwann einfach wieder. Ob für diese Spontanheilung allerdings Katze oder Schnecke verantwortlich sind, lässt sich schwer sagen. Scherz beiseite: Klar ist , dass es sich bei Warzen um eine Virusinfektion als Folge einer Schwäche des Immunsystems handelt. Die Viren sind ansteckend und können sich auf der Haut weiterverteilen. „Deshalb sollten sehr stark verhornende Hautwucherungen, die mit den üblichen Tinkturen nicht in den Griff zu bekommen sind, unbedingt vom Dermatologen begutachtet werden“, rät Dr. Steffen Lindner aus Bergheim.

Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares) sind zumeist an Händen und Füßen zu finden. Sie breiten sich oft auf der Haut des Betroffenen weiter aus, sind aber auf andere Personen nicht so schnell übertragbar. Dornwarzen sitzen an der Fußsohle und wachsen manchmal schmerzhaft in die Tiefe. Am häufigsten werden die Viren in Schwimmbädern, Turnhallen oder in der Sauna übertragen. Flachwarzen (verrucae planae) und fadenförmige Warzen (verrucae filiformes) findet man häufig im Gesicht. Vorsicht geboten ist bei Feigwarzen. Sie sind sehr viel ansteckender als gewöhnliche Warzen und werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Ihre Behandlung erfolgt unter anderem mit dem Immunmodulator Imiquimod oder Interferon.

Andere Warzentypen werden beim Hautarzt zunächst zum Beispiel mit einem salicylsäurehaltigem Pflaster aufgeweicht (Keratolyse). Mit einem Skalpell, Elektro-Kauter oder scharfen Löffel kann sie danach abgetragen werden.

Die Hautwucherung ist damit beseitigt, nicht jedoch die Viren selbst. Eine neuere, schmerzfreie Behandlungsmethode stimuliert zusätzlich mit Hilfe eines mit Wasser gefilterten Infrarot-Strahlers das örtliche Immunsystem. „Diese kombinierte Behandlung senkt das Risiko, dass die Warze wieder auftaucht“, so Dr. Lindner. Die Kosten für diese Kombinations-Wahlleistung trägt allerdings nicht die Gesetzliche Krankenversicherung.


27.01.2005 - Calcineurininhibitoren bei Neurodermitis: Frühzeitige Therapie bannt den Juckreiz rasch

DRESDEN – Seit rund zwei Jahren sind Calcineurininhibitoren für die Versorgung von Neurodermitis-Kranken in Deutschland zugelassen. Inzwischen gibt es weltweit eine millionenfache Erfahrung mit dieser innovativen dermatologischen Substanzklasse. Anlass im Interview mit Prof. Michael Meurer von der Universitäts-Hautklinik in Dresden der Frage nachzugehen: Was leisten die neuen Mittel gegen das atopische Ekzem. Die Dresdener Dermatologen haben bereits seit der klinischen Erprobungsphase Erfahrungen mit dieser neuartigen Substanzklasse.

Welche Vorteile bieten die Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus gegenüber herkömmlichen Therapien?

Prof. Meurer: Die Neurodermitis verläuft wie viele andere chronische entzündliche Hautkrankheiten in Schüben. Das heißt: erscheinungsfreie Phasen wechseln sich ab mit bisweilen heftig ausgeprägten Hauterscheinungen, Ein Vorteil der innovativen Calcineurininhibitoren liegt darin begründet, dass sie frühzeitiger eingesetzt werden können, nämlich bei ersten Anzeichen eines neuen Krankheitsschubs etwa einem verstärkten Juckreiz. Frühzeitig behandelt bessert sich diese für die Betroffenen sehr belastende Hautreaktion innerhalb von wenigen Tagen. Bei rechtzeitiger Anwendung lässt sich ein ausgeprägter Entzündungsschub vermeiden. Wenn Patienten die Anwendung noch einige Zeit nach dem Verschwinden der letzten Neurodermitissymptome fortsetzen, lassen sich die erscheinungsfreien Intervalle deutlich verlängern.

Wann was? Welche Patientengruppen profitieren besonders?

Prof. Meurer: Die neuen Wirkstoffe werden als Creme aufgetragen. Bei Kindern ab dem zweiten Lebensjahr und Erwachsenen mit milder oder moderat ausgeprägter Neurodermitis können sie sofort angewendet werden. Patienten mit einer schwerer ausgeprägten Neurodermitis sollten zunächst kurzfristig mit einem Kortikosteroid zur äußerlichen Behandlung vorbehandelt werden, ehe mit der Calcineurininhibitorentherapie begonnen wird.

Diese neuen Wirkstoffe sind als Creme insbesondere auch für sensible und empfindliche Bereiche wie das Gesicht und vor allem die Augenpartie, die Lider und den Mund geeignet.
Die neuen Neurodermitiscremes beeinträchtigen nicht die Struktur der Haut. Sie bleibt fest und geschmeidig. Unschöne Gefäßerweiterungen – so genannte Teleangiektasien – oder eine periorale Dermatitis treten nicht auf.

Wie bewähren sich Calcineurininhibitoren in der Praxis. Mit welchen Risiken und Nebenwirkungen ist zu rechnen?

Prof. Meurer: Sehr gut. Dauerhafte Nebenwirkungen sind trotz millionenfacher Anwendung nicht bekannt. Vorübergehend kann es auf den behandelten Hautarealen zu einem Brennen kommen, das einige Stunden anhalten kann. Nach einigen Tagen hat der Körper sich an diese Behandlung gewöhnt, so dass dieser Effekt ganz ausbleibt. Dieses Brennen ist bei Kindern seltener, bei Erwachsenen etwa in jedem siebten Behandlungsfall zu beobachten.

Da die Neurodermitis im Erwachsenenalter chronisch verläuft, stellt es einen Vorteil da, dass die Wirkung der Behandlung auch bei wiederholter Anwendung nicht nachlässt.

Eltern mit Kleinkind fragen sich: Kann ich es wagen, ein solches innovatives Präparat meinem Neurodermitiskind zu geben? Wie sieht Ihre Risikoabwägung für Kinder bis zwei Jahren aus?

Prof. Meurer: Pimecrolimus und Tacrolimus sind zugelassen ab dem 2. Lebensjahr. Hieran sollte sich der für die Behandlung kompetente Hautarzt auch halten. Allerdings gilt diese Beschränkung längst nicht in allen Ländern. In rund 40 Staaten weltweit kann Pimecrolimus ab dem 3. Lebensmonat verordnet werden, ohne dass besondere Risiken aufgetreten wären, insbesondere keine Abschwächung der Impfwirkung als Folge der innovativen Therapie.


24.01.2005 - Haarausfall nach der Schwangerschaft - kein Grund zur Beunruhigung

Frauen, die gerade eine Schwangerschaft hinter sich haben, leiden häufig unter Haarausfall. Zwei bis drei Monate nach einer Geburt setzt dieser ein und macht mancher frischgebackenen Mutter große Sorgen. Doch diesen Haarverlust kann Frau in den allermeisten Fällen sehr gelassen nehmen. Denn Haarausfall nach der Schwangerschaft hat natürliche Ursachen. Mit der Geburt des Kindes verändert sich schlagartig der Hormonhaushalt der Mutter. Der Östrogenspiegel, also die Menge an weiblichem Hormon, fällt nach der Entbindung schlagartig ab. Das bewirkt einen plötzlichen Übertritt von Haaren im Wachstumsstadium (Anagenphase) in das Ruhe- und Ausfallsstadium (Telogenphase). Diese Haare fallen dann typischerweise 2-3 Monate später aus.

Im Rahmen einer Schwangerschaft sind die Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) im Blut sehr hoch. Deshalb beobachten die meisten Frauen schönes, dichtes und glänzendes Haar sowie glatte Haut. Nach der Entbindung endeckt die junge Mutter in ihrem Baby-Blues plötzlich wie ihr außergewöhnlich viele Haare ausgehen, manchmal büschelweise. Doch dabei fallen überwiegend diejenigen Haare aus, die bei normalem Hormonspiegel bereits in den vergangenen Monaten ausgefallen wären. Die Haardichte und die Dicke des einzelnen Haares kehrt also lediglich auf den ursprünglichen Stand zurück. Hinzu kommt, dass der Haarzyklus, der eigentlich unorganisiert ist, durch einschneidende Erlebnisse – etwa durch eine Geburt – für kurze Zeit synchron verlaufen kann. Dadurch fallen mehr Haare gleichzeitig aus.

Etwa ein halbes Jahr nach der Entbindung normalisiert sich die Situation wieder und der Haarausfall geht auf sein Normalmaß zurück. Der Ausfall von 80 bis 100 Haaren täglich gilt ohnehin als normal, denn nur wo ein altes Haar ausfällt kann auch ein neues nachwachsen. So findet ein stetiger Erneuerungsprozess auf unseren Köpfen statt.

In aller Regel besteht also kein Anlass zur Sorge und eine Therapie ist nicht erforderlich. Normalisiert sich der Haarwuchs nach einem halben Jahr jedoch nicht wieder, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.
ADK-Redaktion; Ärzte Zeitung, 03.06.2004


20.01.2005 - Reife Haut pflegen und schützen

Früher oder später bemerken wir es an uns selbst: Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut. Doch wir bekommen nicht nur Fältchen, Runzeln und später Altersflecken, sondern auch die Grund-Beschaffenheit der reifen Haut verändert sich. Sie wird trockener und unelastischer.

Die Kosmetik kann diesen Prozess nicht grundsätzlich aufhalten, sie kann aber helfen, die Symptome zu mindern und im Idealfall den Verlauf zu verlangsamen.

Von den Herstellern von Kosmetika werden für die trockene Haut oftmals Cremes mit sehr hohem Wasseranteil angeboten. Es ist aber fraglich, ob wasserreiche Emulsionen der Haut wirklich langfristig nützen. Bei einigen dieser Präparate trat der gegenteilige Effekt ein. Die Haut trocknete schon kurz nach der Anwendung noch mehr aus als vorher. Der hohe Wasseranteil lässt die Hornzellen der Haut stark aufquellen. In der Folge wird die Haut durchlässiger und es verdunstet letztlich mehr Wasser, als von außen zugeführt wurde. Die Haut spannt erneut und fühlt sich noch trockener an. Der kurzzeitig erfrischende Effekt hat sich ins Gegenteil verkehrt. Auch bei reifer Haut erscheint es daher sinnvoll, durchaus fetthaltige Cremes zur Pflege einzusetzen.

Und noch etwa können wir tun: Wird das Altern der Haut auch im Wesentlichen von einer inneren biologischen Uhr bestimmt, so können wir doch die äußeren Faktoren beeinflussen. Dazu gehören das Rauchen, die UV-Strahlung, der Stress und übermäßiger Alkoholgenuss. Mit einer bewussten Lebensweise sind wir in der Lage die schädlichen Einflüsse zu minimieren. UV-Strahlung etwa fördert den Kollagenabbau, der sich in der alternden Haut ohnehin immer mehr verstärkt. Zusätzlich wird immer weniger Kollagen synthetisiert, also neu aufgebaut. UV-Schutz ist daher ein echter Jungbrunnen. Durch Rauchen wie UV-Strahlen wird außerdem die Bildung von freien Radikalen in der Haut gefördert. Diese aggressiven Moleküle signalisieren den kollagenproduzierenden Zellen in der Lederhaut, den Fibroblasten, mehr Collagenase herzustellen. Collagenase ist ein Enzym, das Kollagen abbaut. Die Haut altert so schneller. Rauchfreie Zonen sind deshalb auch Hautschutzzonen.
ADK-Redaktion


18.01.2005 - Besondere Pflege hilft der Haut über den Winter

Autofans wissen, schon ab + 7 Grad Celsius verhärtet die Gummimischung der Sommerreifen und es ist sicherer mit Winterreifen zu fahren. Doch dass auch für unser größtes Organ, die menschliche Haut, der Temperaturbereich von 7-8 Grad Celsius eine Schwelle darstellt, ab der besondere "Wartung und Pflege" nötig ist, wissen nur wenige.

Die Haut stellt bei tieferen Temperaturen ihren Stoffwechsel um. Die Talgdrüsen arbeiten nun auf Sparflamme und produzieren weniger Hautfett. Die Fettschicht, die als feiner Film die Haut vor dem Austrocknen schützt, wird immer dünner. Durch den Aufenthalt in trockenen Räumen wird diese Schutzschicht dann brüchig, die Haut trocknet zunehmend aus und Schadstoffe können leichter eindringen.

Um den schützenden Fettfilm auf der Hautoberfläche wieder zu schließen, empfiehlt es sich, nicht zu sparsam ein Hautöl, eine fettreiche Creme auf Wasser-in-Öl-Basis oder eine besonders lipidhaltige Creme auf Öl-in-Wasser-Basis aufzutragen. Bei Minusgraden sind Öl-in-Wasser-Emulsionen für draußen weniger gut geeignet, da es durch den hohen Wasseranteil zu Frostschäden an der Haut kommen kann. Zumindest müssen sie vor dem Gang nach draußen vollständig eingezogen sein. Besonders gut zur Hautpflege eignen sich kosmetische Öle. Werden die Öle im Kühlschrank aufbewahrt, haben sie zusätzlich einen angenehm kühlenden Effekt.
Menschen mit gefäßlabiler Haut (Couperose, erweiterte Äderchen) sind von den Temperaturwechseln besonders betroffen, für sie gibt es Spezialprodukte in der Apotheke. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch im Winter entspannende Bäder, denen man rückfettende Badeöle anstelle austrocknender Schaumbäder zusetzen sollte.

Zu empfehlen sind vor allem Pflegeprodukte, die keine Konservierungsmittel, Duftstoffe oder Emulgatoren enthalten. Diese Inhaltsstoffe können Kontaktekzeme und Allergien hervorrufen.
Skihasen sollten nicht nur ihre Ski, sondern auch ihre Haut für die Piste präparieren: Eine fetthaltige Creme mit hohem Lichtschutzfaktor schützt die Gesichtshaut vor dem frostigen Abfahrtswind und UV-Licht. Damit die Lippen nicht spröde werden und verbrennen, pflegt man sie mit einem Sun-Blocker.

Als Reinigungsmittel empfehlen sich Produkte, die der Haut möglichst wenig Feuchtigkeit entziehen und deren pH-Wert jenem der Haut ähnelt. Öle reinigen sanft und hinterlassen einen pflegenden Film, auf alkoholhaltige Gesichtswasser sollte man hingegen im Winter verzichten. Vorsicht ist im Winter auch bei Anti-Aging-Produkten geboten, die reich an Vitamin A (Retinol) sind. Retinol ist zwar bekannt für seine hautverjüngende Wirkung, hat aber gleichzeitig einen leichten Peeling-Effekt, der die Haut sensibler für Einflüsse von außen macht, und trocknet sie zusätzlich aus.
ADK-Redaktion


14.01.2005 - UV-Belastung im Freien stärker als bislang angenommen

Wenn wir uns im Freien aufhalten, sind wir einer höheren Dosis an UV-Strahlen ausgesetzt, als man bisher angenommen hat und mit einer Standardmethode hat messen können. Das liegt schlicht und ergreifend an der Messmethode selbst, die der derzeitigen Maßeinheit "Sonnenaktivitätsindex" zugrunde gelegt wird. Dabei wird lediglich die Menge an Sonnenlicht gemessen, die auf eine flache horizontale Oberfläche auftrifft. In einer Studie von Geo Risk Research kommen Münchner Wissenschaftler jedoch zu dem Schluss, dass diese Maßeinheit die Menge von Sonnenlicht unterschätzt, die auf abgeschrägte Oberflächen auftrifft, wie sie am menschlichen Körper häufig vorkommen. Die Münchner Forscher haben deshalb ein neues Messverfahren entwickelt.
Dabei wurde drei Jahre lang die UV-Strahlung auf 27 Oberflächen mit unterschiedlichen Neigungen an drei verschiedenen Orten in Deutschland gemessen. Die Einzelmessungen fanden alle zwei Minuten statt.

In einem zweiten Schritt der Forschungsarbeit wurde die Oberfläche eines dreidimensionalen Modells des menschlichen Körpers in rund 20.000 Dreiecke aufgeteilt. Jedes einzelne Dreieck wurde dann entsprechend den gesammelten Daten zur UV-Einstrahlung eingefärbt. Den Wissenschaftlern ist es so gelungen, die UV-Belastung in jeder Körperhaltung und räumlichen Orientierung sichtbar zu machen.

Das Ergebnis: Die UV-Belastung von Teilen der Haut ist viel höher als bislang angenommen. Das gilt besonders für eine bei niedrigerem Sonnenstand stehende Person. Dermatologen unterschätzten unter Umständen das Ausmaß der UV-Belastung, so die Münchner Wissenschaftler. Der menschliche Körper verfüge in stehender Position nur über wenige horizontale Oberflächen wie die obere Seite des Kopfes oder die Schultern. Alle anderen Oberflächen seien vertikal orientiert. Jetzt im Winter, so das Forscherteam aus München, seien besonders die Skiläufer gefährdet, da die Pisten bis zu 60 Prozent der UV-Strahlung reflektieren könnten.
ADK-Redaktion; pte


07.01.2005 - Akne lindern - mit Kräutertees

Wer Akne hat und behandelt braucht auf die Reizung der Haut oftmals nicht lange zu warten. Wie aber die strapazierte Haut auf milde Weise beruhigen? Kräutertees können hier sehr gute Dienste leisten. Eine tägliche äußerliche Anwendung von Kräutertee-Auszügen unterstützt die Therapie und beruhigt die gestresste Haut.

Entzündungs- und bakterienhemmend etwa wirken Kamille, Rosmarin und Thymian. Gut wirke auch eine Mischung aus je drei Teilen Kamille und Thymian und je zwei Teilen Salbei, Rosmarin und Schachtelhalm, wissen Dermatologinnen der Hautklinik Freiburg. Gegenüber der Ärzte Zeitung gaben sie folgende Empfehlung für die Zubereitung der Auszüge: Ein Esslöffel Kraut oder Teemischung mit einem viertel Liter heißen Wassers übergießen und den Aufguss zehn Minuten ziehen lassen. Anschließend ein Baumwolltuch - etwa ein Taschentuch - mit dem lauwarmen Tee tränken und zehn Minuten auf die von Akne betroffenen Hautareale legen. Besonders mild sei auch die Malve.

Für die Therapie der Akne stehen dem Hautarzt verschiedene Mittel zur Verfügung: etwa Fruchtsäurepeelings oder Pflegemittel mit Fruchtsäuren oder Vitamin A. Mit Vitamin-A-Säure versucht man die Verhornung zu normalisieren. Benzoylperoxid und Azelainsäure wirken antibakteriell und antientzündlich. Sie eignen sich bei milden bis mittelschweren Verläufen zur alleinigen äußerlichen Anwendung. Für schwerere und hartnäckige Fälle kann unterstützend eine Antibiotikatherapie zur Bekämpfung der Bakterien und zur Beeinflussung der Entzündung erforderlich sein. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Haut mit einem medizinischen Waschgel zu reinigen. Es werden auch spezielle Pflegeserien für Aknehaut angeboten. Eine Zusatzbehandlung mit Kryotherapie, UV-Bestrahlung oder manuell-physikalischer Aknetherapie kann den Behandlungserfolg beschleunigen.
ADK Redaktion; Ärzte Zeitung, 28.09.2004


26.11.2004 - Haarausfall bei Frauen: Anhaltende Erhöhung der Haardichte durch Minoxidil-Lösung

Der anlagebedingte Haarausfall gehört auch bei Frauen zu den häufigsten Formen des Haarverlustes, der Haarausdünnung. Diese Form des Haarausfalls ist genetisch-hormonell bedingt und wird von Hautärzten auch als androgenetische Alopezie bezeichnet. Eine Studie hat den Therapieerfolg der äußerlichen Behandlung bei Frauen mit anlagebedingtem Haarausfall mit einer zweiprozentigen Lösung mit dem Wirkstoff Minoxidil untersucht. Über einen Zeitraum von 48 Wochen wurden insgesamt 381 Frauen mit androgenetischer Alopezie in die Untersuchung einbezogen. Dabei wurden die Patientinnen in drei Gruppen unterteilt. Gruppe I wurde mit einer zweiprozentigen, Gruppe II mit einer fünfprozentigen Minoxidil-Lösung und Gruppe III mit Placebo-Lösung behandelt.

Über die Ergebnisse berichtet Professor Wolfram Sterry von der Charité in Berlin, bereits nach acht Wochen Therapie hätten die Dermatologen einen deutlichen Unterschied im Haarwachstum zwischen den behandelten Gruppen und der Placebogruppe sehen können. Durch die Behandlung mit dem Wirkstoff sei die Zahl der so genannten Terminalhaare erhöht, das Aussehen subjektiv verbessert worden. Die Wirkung hielt auch nach 22 und auch nach 48 Wochen noch an. Die behandelten Frauen in den Minoxidil-Gruppen schnitten bei Haarzählungen signifikant besser ab als die in der Placebo-Gruppe. Auch subjektiv war die Mehrheit der behandelten Frauen nach der Therapie der Ansicht, ihr Haarschopf sei dichter und sähe besser aus. Sieben von zehn mit dem Wirkstoff behandelte Frauen waren nach 22 Wochen überzeugt, ihr Erscheinungsbild habe sich verbessert. Mit Placebo war das nur bei zwei von zehn Frauen der Fall.

Nach Angaben von Sterry wirkte die hierzulande nur für Männer zugelassene fünfprozentige Lösung noch etwas besser als die zweiprozentige. Doch der Unterschied, so der Berliner Dermatologe, sei marginal. Beide Lösungen hätten nach dem Auftragen auf die betroffenen Regionen der Kopfhaut einen ähnlichen Effekt gehabt.

Die zweiprozentige Minoxidil-Lösung ist in vielen Ländern seit Jahren auch für die Behandlung von Frauen zugelassen. Seit einigen Monaten steht die Substanz auch in Deutschland zur Verfügung.

ADK Redaktion; Ärzte Zeitung, 23.08.2004


23.11.2004 - Peeling mit Vitamin-A-Säure erfrischt den Teint

Beim Blick in den Spiegel entdecken wir es früher oder später: Die Haut wirkt dünn, die Oberfläche ungleichmäßig, kleine Fältchen und Runzeln zeigen sich, und wir wünschen uns ein jugendlicheres Aussehen zurück. Hier kann eine Schälbehandlung (Peeling) mit Vitamin-A-Säure hilfreich sein. Dabei wird die Oberhaut verdickt, die Kollagenbildung angeregt und Fältchen und Runzeln gestrafft. Vitamin-A-Säure hemmt außerdem kollagenabbauende Enzyme (MMP). Als die wirksamsten Vitamin-A-Präparate gelten die Vitamin-A-Säuren Tretinoin (all-trans-Retinsäure) und Isotretinoin (13-cis-Retinsäure). Die Wirkung hält im Allgemeinen (bei etwa 90 Prozent der Anwender/innen) für einen Zeitraum von ungefähr zehn Monaten an.

Durch die Einwirkung der Vitamin-A-Säure teilen sich die Basalzellen vermehrt und die Oberhaut wird dicker. Die Neubildung von Kollagen und die Verminderung des Kollagenabbaus hält auch das Stützgerüst der Haut intakt. Die obere Schicht abgestorbener Hautzellen wird abgetragen. Auch Verhornungsstörungen und oberflächliche Flecken, die die Hautoberfläche unregelmäßig aussehen lassen, werden (zumindest für den Moment) entfernt. Darunter kommt eine verjüngte Haut zum Vorschein, der Teint wirkt erfrischt, die Haut wirkt glatter und straffer. Ein wenig Geduld braucht es, bis sich eine Glättung von Falten einstellt. Bis ein Effekt sichtbar wird, vergehen oftmals mehrere Monate.

Die Haut braucht in dieser Zeit zusätzliche Pflege. Durch die regelmäßige abendliche Anwendung von Cremes und Gels mit Vitamin-A-Säuren trocknet die Haut etwas aus. Am Morgen ist daher ein Ausgleich durch eine feuchtigkeitspendende Creme erforderlich. Das beruhigt und entspannt die Haut. Um die Inaktivierung von Vitamin A durch die Sonneneinstrahlung zu verhindern, ist tagsüber außerdem die Anwendung eines Sonnenschutzmittels mit UV-Filter zu empfehlen. Auch für Vitamin-A-Säuren gilt, (fast) keine Behandlung ohne Nebenwirkung: Säuren - auch wenn sie natürlichen Ursprungs sind - können die Haut reizen und Hauttrockenheit, Rötung, Juckreiz, Ausschlag und sogar die Bildung von Bläschen auslösen. Treten solch unerwünschte Wirkungen ein, sollte die Creme weniger häufig angewendet oder die Anwendung ausgesetzt werden. Schlimmstenfalls kann es zu einer Entzündung (Retinoid-Dermatitis) kommen, die zum Abbruch der Behandlung zwingen würde. Doch das ist nur selten der Fall. Auf den dünnen und empfindlichen Augenlidern werden Peeling-Präparate grundsätzlich nicht angewendet, um mögliche Reizungen und Schwellungen zu vermeiden.

ADK-Redaktion


19.11.2004 - Anlagebedingter Haarausfall – Ursache und Behandlung

Haarwurzeln durchlaufen einen immer wiederkehrenden Zyklus aus Wachstum, Ruhephase und Haarausfall. Jede einzelne Haarwurzel hat dabei ihren eigenen vom Nachbarhaar völlig unabhängigen Rhythmus. Kommt es zum Haarausfall, verkürzt sich die Phase, in der die Haare wachsen (Anagenphase) und der Teil der Haare in der Abstoßungs- bzw. Ruhephase (Telogenphase) vergrößert sich. In der Telogenphase hat sich das Haar bereits von der Haarpapille gelöst, steckt aber noch im Haarbalg. In den betroffenen Haarfollikeln ersetzen immer dünnere und kürzere Haare die ursprüngliche Haarpracht und die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich immer weiter. Die absolute Anzahl der Haare verringert sich dabei erstaunlicherweise kaum. Die Haare sind im Endstadium lediglich so stark verkleinert, dass sie mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen sind.

Eine Ursache für solche Haarverluste sowohl bei Männern als auch bei Frauen, kann eine genetisch bedingte, gesteigerte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegen männliche Hormone, so genannte Androgene, sein. Diese häufige Form des Haarausfalls wird auch als androgenetische Allopezie (AGA) bezeichnet. Die hohe Empfindlichkeit führt dazu, dass sich bereits bei normalen Androgenspiegeln eine AGA entwickeln kann. Eine AGA ist also im Prinzip reversibel, wenn es gelingt, die Hormonempfindlichkeit der Haarfollikel zu verringern oder auf andere Weise das Wachstum der Haare anzuregen und zu verlängern.

Zur Diagnostik werden die ausgefallenen Haare gezählt und an ausgerissenen Haaren die Haarwurzeln und die Beschaffenheit des Haares selbst mikroskopisch untersucht. Für die Therapie stehen mittlerweile sowohl für Frauen als auch für Männer unterschiedliche Präparate zur Verfügung. Die Wirkung der Präparate setzt erst nach Wochen ein und das erste Ziel der Behandlung ist, das Fortschreiten des Haarverlusts zu stoppen. Allerdings gibt es noch relativ wenige Studien, die den Nutzen der Therapien genau quantifizierten.

Für Frauen kommt etwa die äußerliche Anwendung von Östrogentinkturen in Frage oder auch der Einsatz von Antiandrogenen in Kombination mit Östrogenen. Bei Männern kommt in Deutschland die Minoxidil-Lösung (5%) zur äußerlichen Anwendung, die zweiprozentige Lösung ist jetzt auch für die Behandlung von Frauen zugelassen. Ausschließlich für Männer eignet sich das auf den Dihydrotestosteron-(DHT)-Spiegel wirkende Finasterid. Es wird als Tablette eingenommen. In seltenen Fällen kann es dabei zu einem Absinken der Libido oder zu einem verminderten Ejakulatvolumen kommen.

ADK-Redaktion


16.11.2004 - Gel aus eigenem Blut füllt Falten - Kein Risiko für eine Allergie

Für die ästhetische Behandlung von Falten verwenden plastisch arbeitende Dermatologen gerne so genannte Unterfüllungen. Dafür steht jetzt eine ganz neue Substanz zur Verfügung: Ein Gel, das aus dem eigenen Blut des Patienten hergestellt wird. Dermatologen bezeichnen es als autologes Plasmagel. Es kann wie Kollagen sowohl filigrane, kleinste Hautfalten als auch größerer Hautareale auffüllen und glätten.

Das erforderliche Blut wird dazu aus der Armbeuge entnommen – 20 ml aus einer Vene genügen. In einer Zentrifuge gewinnt man das Plasma, also die flüssigen Bestandteile des Blutes. Dieser Vorgang dauert etwa zehn Minuten. Das so gewonnene Plasma wird in mehrere Spritzen aufgezogen und im Wasserbad fünf Minuten lang zunächst bei 70 Grad und dann 100 Sekunden bei 90 Grad erhitzt und dabei sterilisiert. Anschließend kühlt das Labor das Plasma schockartig im Eiswasser ab und lässt so das Plasmagel entstehen. Dieses wird dem Patienten dann noch in derselben Sitzung injiziert.

Üblicherweise werden für die Faltenunterfüllungen Bioimplantate aus den Substanzen Kollagen oder Hyaluronsäure verwendet. Insbesondere das aus Rinderhaut gewonnene Kollagen kann in seltenen Fällen (0,1 Prozent) allergische Reaktionen hervorrufen. Für das autologe Plasmagel ist bislang kein allergisches Potential bekannt und Dermatologen rechnen damit, dass keine solche allergene Potenz besteht, da es sich um eine körpereigene Substanz handelt.

Plasmagel das übrig bleibt, kann bei minus 30 Grad etwa ein Jahr lang für spätere Einsätze beim selben Patienten konserviert werden. Einmal eingefroren und wieder aufgetaut, ist das Plasmagel allerdings nicht so einfach zu injizieren wie frisch zubereitet.

Doch auch das Plasmagel ist ebenso wie die anderen Bioimplantate nur ein temporärer "Jungbrunnen". Innerhalb von einigen Monaten wird die Substanz vollständig vom Körper resorbiert. Für den dauerhaften Behandlungserfolg muss die Behandlung daher durchschnittlich alle vier bis sechs Monate wiederholt werden.

ADK-Redaktion; Ärzte Zeitung, 05.08.2004


12.11.2004 - Anti-Aging mit Vitamin C

Eine der Ursachen für das schlaffer werden der Haut im Alter ist eine verlangsamte Bildung von Kollagen. Beim Alterungsprozess unserer äußeren Hülle spielen aber auch freie Radikale eine Rolle. Diese Art von "Radikalen" ist nicht etwa politisch sondern chemisch in Zellen aktiv. Es handelt sich um sehr aggressive Sauerstoffmoleküle, die mit den verschiedensten Molekülen des Körpers nur zu gern in Reaktion treten würden. Sie greifen unter anderem das wichtige flexible Stützgerüst der Hautzellen an und zerstören dabei Kollagen und andere elastische Fasern.

Will man den Alterungsprozess der Zellen verlangsamen, braucht man Moleküle, die die freien Sauerstoffradikale einfangen und so unschädlich machen. Als potenten „Radikalfänger“ hat die Forschung z.B. das Vitamin C identifiziert. Die freien Radikale in der Haut entstehen beispielsweise durch UV-Einstrahlung oder auch durch chemische Einwirkungen auf die Hautzellen, etwa über das Rauchen.

Äußerlich angewendetes Vitamin C regt sogar die Neubildung von Kollagen an und erhöht so die Spannkraft reifer Haut. Mit Hilfe eines Lasermikroskops haben Forscher herausgefunden, dass Vitamin C außerdem zu einer deutlichen Zunahme der Papillendichte führt. Die nerven- und gefäßreichen Papillen verbinden die untere Hautschicht, die Lederhaut (Dermis), mit der Oberhaut (Epidermis).

Wissenschaftler sind sich grundsätzlich darüber einig, dass die Vitamintherapie auch von außen Erfolg hat. Wer regelmäßig Produkte mit Vitaminen aufträgt, kann seine Haut vor vorzeitiger Hautalterung schützen. Wie wirkungsvoll ein Produkt ist, hängt allerdings von der Konzentration der eingesetzten Vitamine ab. Leider geben die meisten Inhaltsangaben keinen Aufschluss darüber, wie viel von den einzelnen Vitaminen enthalten ist.

Folgt man der Hypothese, dass der Hautalterungsprozess durch freie Radikale gefördert wird, so ist auch durch die äußerliche Anwendung von anderen Antioxidantien wie Vitamin E, Coenzym Q 10, Melatonin und den in Grüntee-Extrakten enthaltenen Wirkstoffen eine Schutzwirkung zu erwarten. Vitamin-C-Präparate werden oft in Kombination mit Vitamin-E (Tocopherol) angeboten, das ebenfalls freie Radikale einfängt und so dem „oxidativen Stress“ der Haut entgegenwirkt.

ADK-Redaktion; Ärzte Zeitung, 25.08.2004


09.11.2004 - Haut-Stress beim Trip aus dem Winter in südliche Sonne

Nicht jeder kann Herbststürmen, buntem Laub und schneebedeckten Bergen etwas Positives abgewinnen. Vielen ist es hierzulande in Herbst und Winter zu trübe und zu kalt, und es zieht sie in sonnigere Gefilde. Zu den Topzielen der Deutschen für Fernreisen gehören neben der Dominikanischen Republik und den Kanaren die Malediven, Kuba oder Sri Lanka. Doch was den Menschen entspannt, ist für die Haut mit besonderem Stress verbunden. Blass und ungeschützt aus dem deutschen Herbst oder Winter in die Sonne ferner Urlaubsländer zu fliegen, birgt ein besonders hohes Risiko für Sonnenbrand und Lichtschäden der Haut. Die UV-Einstrahlung in Äquatornähe ist hoch und die vollkommen ungebräunte und wintertrockene Haut extrem empfindlich und schutzbedürftig. Das gilt ganz besonders beim Wassersport, denn das Wasser reflektiert UV-Strahlen zusätzlich. Hier ist wirksamer Sonnenschutz unabdingbar, doch die Gefahren werden oftmals unterschätzt.

Der Schutz sollte auf den Hauttyp abgestimmt sein. Besonders lichtempfindlich sind Menschen mit einem sehr hellen Hautton, blonden oder rötlichen Haaren und blauen Augen. Ihre Eigenschutzzeit liegt bei nur etwa 5-10 Minuten. Wer sich länger in südlicher Sonne aufhalten will, braucht also ein Präparat mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens LSF15) und ein wenig Geduld, um die Haut langsam und schrittweise an die Sonne zu gewöhnen. Und auch für die übrigen Hauttypen ist ein gutes Sonnenschutzmittel mit Breitbandschutz unabdingbar. Es muss sowohl im UV-B- als auch im UV-A-Bereich einen hohen Schutzfaktor aufweisen.

Lassen Sie sich beim Kauf der Produkte beraten und achten Sie auf Milde und Hautverträglichkeit. Emulgatoren sollte die Sonnencreme möglichst nicht enthalten, und wer zur so genannten Mallorca-Akne neigt, sollte auf fettfreie Präparate zurückgreifen. Für jede Art von Sonnenschutz gilt: Nur wer ihn mehrmals am Tag nicht zu dünn und möglichst 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufträgt, schützt die Haut effektiv. Etwa alle zwei Stunden sollte nachgecremt werden. Damit die empfindlichen Lippen nicht verbrennen, pflegt man sie mit einem Sonnenblocker. Für den optimalen Sonnenschutz empfehlen sich zudem Schatten, lichtdichte Kleidung und das Meiden der Sonne in den Mittagsstunden.

ADK-Redaktion


05.11.2004 - UV-Licht und Kälte strapazieren die Haut: In Winterurlaub und Freizeit auf Lichtschutz und Pflege achten

Herbst und Winter laden mit bunten Blättern und verschneiten Landschaften zu Spaziergängen und sportlichen Aktivitäten ein. Das bringt viel Freude, doch für die Haut auch besondere Belastungen und Gefahren. Denn auch die Wintersonne hat Kraft. Vor allem beim Wintersport ist daher ein guter Lichtschutz unabdingbar. Und auch bei Sport und Spiel im Freien sollte auf einen ausreichenden Lichtschutz nicht verzichtet werden.

In höheren Regionen kann die Sonneneinstrahlung auch im Winter sehr intensiv sein. Pro 1000 Höhenmeter erhöht sich die UV-B-Strahlung um 20 Prozent. In verschneiten Gegenden und auf Eisflächen verstärkt sich die UV-Belastung durch die Reflektion des Sonnenlichts noch einmal enorm, um bis zu 90 Prozent. Die sonnenentwöhnte Haut reagiert außerdem auf die UV-Strahlung noch viel empfindlicher als im Sommer. Hier sind hohe Lichtschutzfaktoren und ein guter UV-A-Schutz erforderlich, auch wenn die kalte Luft uns vortäuscht, mit Sonnenbränden wäre nicht zu rechnen. Der Sonnenschutz sollte nach Möglichkeit mehrmals am Tag aufgetragen werden.

Doch im Winter muss die Haut anders vor der Sonne geschützt werden als im Sommer. Sonnencreme allein genügt nicht. Im Winter muss die Haut nicht nur vor UV-A- und UV-B-Strahlen geschützt werden, sondern auch vor Kälte.

Bereits ab plus fünf Grad Celsius können auf der Haut Kälteschäden durch Wassertröpfchen aus Regen, Schnee oder Nebel auftreten. Auch der Wasseranteil in den Cremes, Lotionen oder Gels kann gefrieren und so die Haut schädigen. Hautcremes aber auch die Sonnenschutz-Produkte für Wintersportler sollten daher reich an Fett und arm an Wasser sein. Zusätzliches Fett kann die Haut bei extremer Kälte ohnehin gut vertragen, denn sie stellt unter diesen Bedingungen die Eigenproduktion von Hautfetten fast vollständig ein. Als Pflegeprodukte für die Outdoor-Aufenthalte sind geeignet: Lipogele, Fettpasten mit hohem Anteil an Mikropigmenten und breite Fettstifte. Sie alle haben einen geringen oder gar keinen Wasseranteil. In Frage kommen außerdem wasserarme Wasser-in-Öl-Cremes (W/O-Emulsionen) und Liposomenprodukte ohne Wasseranteil.

Neben dem Gesicht sind besonders die sensiblen Lippen ungeschützt der Sonne ausgesetzt. In den Wintermonaten ist auch hier ein ausreichender Schutz wichtig. Zu empfehlen sind Sun-Blocker-Stifte mit hohen Lichtschutzfaktoren, z.B. LSF 30 oder darüber.

ADK-Redaktion


08.06.2004 - Sonnenschutz beugt Hautkrebs und Hautalterung vor!

Die Tage werden länger und wir genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Bald beginnen die Schulferien. Auch unsere Kinder werden vermehrt im Freien und damit auch in der Sonne sein. Doch Vorsicht: Zuviel Sonne schadet der Haut. Deshalb nie ohne Sonnenschutz in die Sonne!

Inzwischen ist hinlänglich bekannt, dass ein falscher Umgang mit der Sonne der Haut schadet. Ein Sonnenbrand ist zunächst eine unangenehme Nebenerscheinung eines Sonnenbades. Er kann aber auch Auswirkungen haben, die erst viele Jahre später erkannt werden. Das gilt auch schon für das Kindesalter. Eine übermäßige UV-Bestrahlung der Haut von Kindern und Jugendlichen kann Jahrzehnte später Hautkrebs zur Folge haben.
Übrigens: Auch das UV-A-Licht der Solarien kann zum Hautkrebsrisiko beitragen und lässt die Haut altern.

Tipps für den Hautschutz in der sonnigen Jahreszeit für uns und unsere Kinder:
1. Nutzen Sie die Vormittags- und Nachmittagsstunden für Aktivitäten im Freien. Gehen Sie über die Mittagszeit in den Schatten.
2. Textilien bieten einen Sonnenschutz abhängig von der Dicke des Materials.
3. Ein Sonnenschutzpräparat schützt die nicht durch Kleidung geschützten Hautpartien.
4. Denken Sie daran, das Lichtschutzpräparat 30 Minuten bevor Sie in die Sonne gehen aufzutragen.
5. Erfahrungsgemäß werden einige Körperstellen beim Eincremen unterversorgt. Daher denken Sie daran, die untere Gesichtshälfte und die Hautpartie hinter den Ohren mit einem Sonnenschutzpräparat zu versorgen. Auch die Handrücken müssen geschützt werden! Vergessen Sie nicht die Lippenpartie.
6. Auch auf der Kopfhaut, z. B. in der Scheitelpartie, bei gelichteten Haaren oder dünnem Baby- und Kleinkinderhaar kann sich ein Sonnenbrand entwickeln. Nutzen Sie den Schatten, Lichtschutz und eine Kopfbedeckung.
7. Verwenden Sie Sonnenschutzmittel, die dem Typ ihrer Lichtempfindlichkeit entsprechen. Je näher Sie am Äquator sind und je höher im Gebirge, umso höher sollte der Sonnenschutzfaktor sein. Cremen Sie regelmäßig nach, denn durch Schwimmen, Schwitzen und Abtrocknen der Haut geht ein Teil der Schutzwirkung verloren. Aber Vorsicht: Wenn Sie bereits die Vorboten eines Sonnenbrandes spüren oder sehen, waren Sie erstens zu lange in der Sonne und zweitens hilft erneutes Auftragen des Sonnenschutzpräparates nicht, den Schaden wieder gut zu machen.

Gerade kürzlich wurden Verbraucher durch Medienberichte über mögliche schädigende Wirkungen von Sonnenschutzmitteln verunsichert. Die Daten aus der wissenschaftlichen Literatur sind kontrovers und stammen manchmal nur aus Zellkulturmodellen. Für den Menschen zählen Sonnenschutzpräparate nachgewiesenermaßen zu den wichtigsten vorbeugenden Mitteln gegen Hauttumore und Hautalterung. Die ADK rät den Familien dringend, sich nicht verunsichern zu lassen, sondern weiterhin Sonnenschutzmittel zu verwenden.


26.04.2004 - Sonne genießen mit Vernunft

Sonne in Maßen tut gut. Licht und Wärme heben die Stimmung, kurbeln Kreislauf und Stoffwechsel an und fördern die Vitamin-D-Produktion. Die Sonne zu genießen, heißt aber heute im Zeitalter einer dünner werdenden Ozonschicht, dies mit Vernunft zu tun und sich dem Kreislauf „Sommer – Sonne – Sonnenbrand“ zu entziehen. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Am besten für die Haut ist es ohne Zweifel, natürlichen Schatten aufzusuchen, sich mit Bekleidung vor der Sonne zu schützen und eine Kopfbedeckung zu tragen. Zum Schutz der Augen darf auch die Sonnenbrille nicht fehlen. Experten raten zudem, die Mittagssonne zwischen 11 und 16 Uhr ganz zu meiden. Auf diese Weise schützt man sich am wirkungsvollsten vor den schädlichen Wirkungen der ultravioletten Strahlung der Sonne, die zu einer vorzeitigen Alterung der Haut, erhöhter Faltenbildung, unschönen Pigmentflecken und zu Hautkrebs führen.

Sonnenschutzmittel
Doch niemand kann und will sich und seine Haut komplett der Sonne entziehen. Unbedeckte Hautpartien gilt es, ob im Alltag oder am Strand, mit kosmetischen Mittel vor dem UV-Licht zu schützen. Hier gibt es ein breites Angebot. Ein gutes Sonnenschutzmittel muss dabei folge Kriterien erfüllen: Es muss einen Breitspektrumschutz bieten, das heißt, es muss sowohl im UVB als auch im UVA Bereich schützen. Eine gute Sonnencreme sollte in beiden Bereichen einen hohen Schutzfaktor aufweisen und muss photostabil sein. Galt es früher als ausreichend mit einem UVB-Filter nur den Sonnenbrand zu vermeiden, so weiß die Wissenschaft heute, dass auch das UVA-Licht Hautschäden verursacht. Es dringt sehr tief in die Haut ein, schwächt das Bindegewebe und lässt so die Haut vorzeitig altern. Möglicherweise ist es auch an der Melanomentstehung beteiligt. Wer in die Sonne geht sollte außerdem die Sonnendosis nur langsam steigern, damit die Haut ihre schützende Hornschicht aufbauen kann.

Richtig eincremen
Fürs eincremen gibt es ein paar einfache Regeln: Die Sonnenmilch nicht zu dünn auftragen. Ein zweifingerbreiter Cremestrang reicht jeweils für ein Neuntel der Körperoberfläche, also ein Bein, den Bauch, den Rücken, einen Arm etc. Exponierte Stellen wie Schultern, Nase und Stirn nicht vergessen.
Der Lichtschutzfaktor (LSF, engl. sun protecting factor SPF) richtet sich nach dem Hauttyp. Doch idealerweise beginnt niemand unter LSF 15, denn auch dunklere Hauttypen sind vor Hautkrebs nicht gefeit. Tests haben überdies ergeben, dass ein höherer Lichtschutzfaktor den Bräunungseffekt nur in den ersten Tagen beeinflusst. Schon am dritten Tag sind Körperstellen, die mit LSF 15 geschützt werden, genauso braun wie die, die man nur mit LSF 6 eingecremt hat. Und: Auch hohe Lichtschutzfaktoren sind kein Freibrief, unbegrenzt in der Sonne zu bleiben. Meerwasser und Sand reflektieren die Strahlung und erhöhen die UV-Intensität.
Das Sonnenschutzmittel sollte immer 30 Minuten vorher aufgetragen werden. Wer sicher gehen will erneuert seinen Sonneschutz alle zwei Stunden. Für Kinder und den Strand ist ein wasserfestes Mittel zu bevorzugen. Wer zu Sommer/Mallorca Akne neigt, kann auf fettfreie Produkte wie Sonnenschutzgele umsteigen.

Kinder besonders schützen
Kinder brauchen besonderen Schutz. Ihre Haut muss die Pigmentbildung erst lernen. Dermatologen empfehlen für Kids ein Sonneschutzmittel mit mineralischem Lichtschutzfaktor. Das sind Pigmente wie Zinkoxid und Titandioxid. Sie reflektieren das Licht und lassen die Strahlung erst gar nicht in die Haut eindringen.
Besonders schutzbedürftig sind auch die Lippen. Sie haben überhaupt keinen Eigenschutz, weil ihnen die Hornschicht fehlt und sie nur wenige Melaninpigmente bilden. Lippenpflegestifte haben deshalb Lichtschutzfaktoren bis zu LSF 50.
Für den täglichen Schutz von Gesicht und Dekolleté werden auch Tagescremes mit Lichtschutzfaktoren angeboten. Es gibt Tagescremes bis LSF 20. Doch es ist Vorsicht geboten, die Schutzfaktoren sind hier meist niedriger dosiert. Eine echte Sonnencreme können sie daher nicht ersetzen.

Ein Wort zum Schluss
Was schön ist oder als schön gilt, hängt im Übrigen vom Zeitgeist ab. In früheren Zeiten kultivierten die Menschen eher die vornehme Blässe. Inwieweit sich der Einzelne dem heutigen Modediktat: „Braune Haut ist gleich gesund, fit und attraktiv“ unterwirft, bleibt schlussendlich jedem selbst überlassen.


26.04.2004 - Anti-Aging – Schutz und Pflege für Haut und Körper

Anti-Aging ist in aller Munde. Am wirkungsvollsten können wir dem Alterungsprozess entgegenwirken durch eine ausgewogene Ernährung, eine gesunde Lebensweise und den Abbau von Stress. Nach außen hin spiegelt sich das Älterwerden am meisten auf unserem größten Organ, der Haut. Ihr können zusätzlich gezielter Schutz und Pflege von außen helfen, lange gesund und frisch zu bleiben.

Bei der Alterung unserer Zellen spielen verschiedene Komponenten eine Rolle. Natürliche genetische Prozesse im Inneren unserer Zellen - zum Beispiel während der regelmäßigen Zellteilung - lassen unser Erbgut altern. Es gehen immer wieder Stücke verloren. Durch äußere Einflüsse, wie Zellgifte oder UV-Licht wird dieser natürliche Prozess beschleunigt.

Die Zahl der Wirkstoffe in kosmetischen Präparaten zur Vorbeugung und kosmetischen Behandlung der Hautalterung hat in letzter Zeit erheblich zugenommen. An erster Stelle stehen dabei Wirkstoffe, die die Haut vor schädlichen Einflüssen der UV-Strahlung schützen oder UV-bedingte Hautschäden reparieren sollen. Als externer Faktor, der die Alterung der Haut beschleunigt, spielt neben UV auch das Rauchen eine bedeutende Rolle. Die externen Noxen fördern die Bildung reaktiver freier Radikale. Diese äußerst reaktiven Substanzen führen zur Oxidation und damit zur Schädigung verschiedenster Zellbestandteile wie etwa der DNA des Erbguts, der Eiweiße (Proteine) und der Zellmembranen (Lipide). Die Folge: Kollagene und elastischen Fasern in der Haut degenerieren und werden vermindert. Die Elastizität der Haut lässt nach und es entstehen grobe Falten.

Antiaging-Wirkstoffe in Kosmetika
Eine ganze Reihe von Substanzen, die als Antiaging-Wirkstoffe in Kosmetika gegen Hautalterung eingesetzt werden, sind mittlerweile auf dem Markt. Häufig angewendet bzw. gerade erprobt werden u.a. folgende Wirkstoffe: Vitamin A und seine Derivate, die Vitamin-A-Säure (Tretinoin) und das Aldehyd Retinal (Retinaldehyd), werden bereits seit langem als Antiaging-Substanzen eingesetzt. Sie wirken über den Zellkern hemmend auf Enzyme, die Kollagen und Elastin abbauen und fördern deren Reparatur und Neuaufbau. Auch für äußerlich angewendetes Östrogen zeigen erste Studien positive Effekte auf den Kollagenstoffwechsel und damit auf die Haut bei Frauen in und nach den Wechseljahren. Im Detail weiß die Wissenschaft aber noch nicht, wie Östrogen die Hautalterung beeinflusst. Manche Pflanzen wie Soja, Grüntee und Ginseng enthalten ebenfalls Östrogene. Ihr Einfluss auf die Alterungsprozesse der Haut wird derzeit wissenschaftlich untersucht. Diese Phytoöstrogene dürfen Kosmetika zugesetzt werden.

Eine bedeutende Rolle bei der Hautalterung spielen freie Sauerstoffradikale. So genannte Antioxidantien sollen diese aggressiven Substanzen unschädlich machen. Das bekannteste Beispiel für einen solchen Radikalfänger ist das Vitamin C (Ascorbinsäure). Vitamin C schützt außerdem die Kollagen- und Elastinfasern in der Haut und trägt zu deren Regeneration bei. Es wird heute in verschiedenen Anti-Aging Präparaten eingesetzt. Freie Sauerstoffradikale, die beispielsweise durch UV-A-Strahlen entstanden sind, fängt auch das Vitamin E (alpha-Tocopherol). Es ist besonders an Zellmembranen aktiv. Auch Vitamin A wirkt sich positiv auf das Kollagen aus. Weitere Antioxidantien sind das Coenzym Q 10 und die Flavonoide. Auch Coenzym Q 10 fängt freie Sauerstoffradikale und schützt das Kollagen in der Haut vor Schäden und dem Abbau. Zu den Flavonoiden gehören zum Beispiel die Polyphenole aus dem grünen Tee. Erste Studien haben gezeigt, dass diese Substanzen die Zellen in der Haut und ihre DNA vor UV-Schäden schützen können.


26.04.2004 - Bioimplantate korrigieren Falten und eingesunkene Narben

Mit zunehmendem Alter geht uns vermehrt Bindegewebe verloren. Die Elastizität der Haut lässt nach, und es kommt zur Ausbildung von Falten. Doch diesem natürlichen Prozess kann die Ästhetische Medizin heute Verschiedenes entgegensetzen. Störende Falten können mittels der Einspritzung von natürlichen Substanzen, so genannten Bioimplantaten, oder auch operativ korrigiert werden. Im operativen Bereich besteht die Möglichkeit der Hautstraffung, des Abschleifens oder des Abtragens mit dem Laser. Neben der biologischen Hautalterung können auch eingesunkene Narben das Hautbild beeinträchtigen. Sie entstehen durch Verletzungen, etwa durch einen Unfall, durch Sonnenschäden oder eine narbig abgeheilte Akne. Narben können operativ z.B. durch ausschneiden optimiert werden.

Doch dem Dermatologen steht heute zur Korrektur von Falten und eingesunkene Narben neben der OP eine weitere Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung: Die Einspritzung von natürlichen Substanzen, den Bioimplantaten. Diese Therapie kann ambulant erfolgen. Zwei Substanzen eignen sich besonders für Bioimplantate: Kollagen und Hyaluronsäure.

Kollagen ist ein natürliches Eiweiß (Protein), das einen Großteil des Bindegewebes bildet. Für die Einspritzung wird Kollagen aus Rinderhaut verwendet. Dieses wird zunächst aufbereitet. Durch spezielle Reinigungsverfahren werden die für den Menschen unverträglichen Stoffe herausgewaschen. Dennoch werden vor der Behandlung mögliche allergische Reaktionen durch eine Testbehandlung am Unterarm abgeprüft.

Auch die Hyaluronsäure findet sich natürlicherweise in unserem Bindegewebe und in der Haut. Sie ist ein natürliches Polysacharyl unseres Körpers. Und auch ihr Gehalt nimmt mit zunehmendem Alter ab. Die Haut verliert Feuchtigkeit und Elastizität. Chemisch, physikalisch und biologisch sind menschliche und tierische Hyaluronsäure identisch. Mit einer allergischen Reaktion ist daher bei diesem Präparat nicht zu rechnen.

Bei den meisten Patienten können Falten und Narben durch ein Bioimplantat deutlich gebessert werden. Häufig ist es notwendig, die Behandlung nach ein bis zwei Wochen ein- oder mehrmals zu wiederholen, um eine vollständig Korrektur zu erreichen. Anschließend hält das Behandlungsergebnis bis zu ein Jahr an. Da die Biomaterialien vom Körper innerhalb von vier bis zwölf Monaten abgebaut werden, sind danach Wiederholungsbehandlungen erforderlich.

Die Bioimpantate werden in der Regel gut vertragen. Eine unmittelbar nach der Behandlung auftretende Schwellung, Rötung oder Druckempfindlichkeit lässt meist innerhalb von 24 Stunden nach. Doch der Lehrsatz „kein Eingriff ohne Risiken“ gilt auch bei der Faltenbehandlung: In einigen wenigen Fällen kann es zu Nebenwirkungen und Komplikationen kommen. Dazu gehören örtliche Gewebsschäden oder Schwellungen, Verfärbungen der Injektionsstelle, Hautjucken oder entzündliche Hautrötungen. Im Falle des Kollagens kommt es in seltenen Ausnahmefällen zu grippeähnlichen Beschwerden oder zu Blutdruckabfall, Schwindel und Atemnot.

Alternativ können Falten auch durch die Unterspritzung mit Eigenfett oder mit dem stark verdünnten Nervengift Botulinumtoxin A geglättet und an der weiteren Ausprägung gehindert werden. Doch für welche Behandlung sich die Patienten auch entscheiden, wichtig ist, sie beim Facharzt durchführen zu lassen.


26.04.2004 - Medikamente stoppen Haarausfall bei Männern und Frauen

Der anlagebedingte Haarausfall ist heute kein unabänderliches Schicksal mehr, dem man sich widerstandslos ergeben muss, weder für Männer noch für Frauen. Wer die Glatze nicht sexy findet, dem stehen heute bereits wirksame Arzneimittel zur Verfügung, die den Haarausfall stoppen können.

Männer mit Haarausfall können in der Therapie der so genannten androgenetischen Alopezie Hilfe insbesondere von zwei Wirkstoffen erwarten: Finasterid und Minoxidil. Der Enzymhemmer Finasterid (Propecia®) wird oral eingenommen und wirkt über den Blutkreislauf. Er hemmt die Aktivität des Eiweißstoffs 5-alpha-Reduktase. Der Wirkstoff Finasterid ist bei etwa neunzig Prozent der Männer in der Lage, den Haarausfall zu stoppen. Das Medikament ist verschreibungspflichtig.

Äußerlich angewendet wird die Minoxidil-Lösung (Regaine®). Dieser Wirkstoff betätigt sich als Kalium-Kanal-Öffner und erweitert die Blutgefäße an der Haarwurzel. Minoxidil verbessert damit den Stoffwechsel in den haarbildenden Zellen. Beide Substanzen wirken so dem Fortschreiten des Haarausfalls entgegen und sorgen in vielen Fällen sogar dafür, dass die Haare wieder voller werden, als zu Beginn der Behandlung.

Minoxidil ist seit März 2004 auch für Frauen mit anlagebedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie) zugelassen. Nach den Ergebnissen klinischer Studien über acht Monate bringt das Medikament bei bis zu 80 Prozent der betroffenen Patientinnen den Haarverlust zum Stillstand. Nach drei bis sechs Monaten haben zahlreiche Patientinnen sogar wieder sichtbar dichteres Haar. Im Mittel nahm die Zahl der Haare um ein Drittel zu und das Haargewicht stieg um 43 Prozent. Die Minoxidil-Lösung für Frauen (Regaine® Frauen) ist als zweiprozentige Lösung geringer dosiert als die für Männer (fünfprozentige Lösung). Eine höher als zweiprozentig konzentrierte Lösung wirkte in der Studie nicht stärker. Das verschreibungspflichtige Präparat wird zweimal täglich auf die Kopfhaut im Bereich des Haarausfalls aufgetragen. Unerwünschte Effekt wurden von Medizinern der Charité in Berlin bei der niedrigkonzentrierten Lösung im Rahmen der Studie praktisch nicht beobachtet, auch Effekte auf den Blutdruck seien nicht zu erwarten, so die Berliner Dermatologen.

Betroffene sollten sich bereits bei den ersten Anzeichen von Haarausfall an den Hausarzt oder einen Dermatologen wenden. Dabei ist es wichtig zu wissen: Der Verlust von 80 bis 100 Haaren pro Tag ist normal. Der Haarschopf könnte sich sonst nicht kontinuierlich erneuern und regenerieren. Wer aber über einen längern Zeitraum deutlich mehr verliert, sollte den Arzt seines Vertrauens aufsuchen.

Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania (USA) forschen derzeit an einer weiteren Möglichkeit, neue Haare wachsen zu lassen. Mit Stammzellen von Haarfollikeln soll dies gelingen. Geklappt hat das bereits im Tierversuch. Stammzellen der Haarfollikel von Mäusen ließen, wenn sie in ein anderes Tier implantiert wurden, neues Haar wachsen. Die transplantierten Zellen konnten Haare und alle damit zusammenhängenden Strukturen wie Follikel, Epidermis und Talgdrüsen entstehen lassen.


22.03.2004 - Nahrungsmittelallergien: Gefahrenquelle Müsli-Joghurt

Schwere Lebensmittelallergien können im schlimmsten Fall zum Tod führen. In den USA sterben jährlich rund 120 Personen aufgrund von Schockreaktionen gegenüber Lebensmittelallergenen. Die Gefahr besteht für Allergiker besonders bei Nahrungsmitteln, deren Inhaltsstoffe nicht ausreichend gekennzeichnet sind. Besonders häufig manifestieren sich Lebensmittelallergien an der Haut. Daher fordern Allergologie-Experten eine umfassende Kennzeichnungspflicht für zusammengesetzte Lebensmittel. Die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung schreibt zwar eine Deklarationspflicht vor, jedoch ist diese von zahlreichen Ausnahmen durchlöchert. "Lose Waren, beispielsweise beim Metzger oder im Restaurant, müssen überhaupt nicht deklariert werden", so Prof. Dr. Thomas Werfel von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie der Medizinischen Hochschule Hannover. "Bei abgepackter Ware sieht die so genannte 25-Prozent-Regel eine Kennzeichnung der einzelnen Bestandteile nur vor, wenn zusammengesetzte Zutaten zu mehr als 25 Prozent am Gewicht des Enderzeugnisses beteiligt sind. Nüsse können sich so in Müsli-Joghurt hinter dem Begriff 'zusammengesetzte Zutat' verstecken."

Wie gefährlich diese ungenaue Kennzeichnung sein kann, zeigt das drastische Beispiel der Erdnussallergie. Sie gehört zu den schwersten Lebensmittelallergien und kann bis zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. Erdnussallergiker können bereits auf 0,001 Prozent Erdnussanteil eines Lebensmittels reagieren. Allergologisch tätige Ärzte – und das sind zu rund 70 Prozent Dermatologen – schlagen daher vor, dass alle Zutaten eines Lebensmittels, die eine Allergie auslösende Wirkung haben und den Grenzwert von 1 Milligramm pro Kilogramm bzw. 0,001 Prozent überschreiten, deklariert werden müssen.

Für Stoffe, die in einer von der EU aufgestellten "Allergen-Hitliste" auftauchen, sollen keine Ausnahmeregelungen mehr gelten. Diese Liste umfasst glutenhaltige Getreide, Eier, Erdnüsse, Nüsse, Soja, Milch, Fisch, Sellerie, Sesam und Krustentiere.

Außerdem fordern die Dermatologen und Allergologen, die 25-Prozent-Regel komplett aufzuheben. Pauschale Klassenbezeichnungen in der Zutatenliste wie "Gemüse" oder "kandierte Früchte" sollen durch konkrete Angaben ersetzt werden. Pflicht soll es auch sein, Warnhinweise bei solchen Bestandteilen zu geben, die nicht bewusst zugefügt wurden, aber dennoch enthalten sein könnten, zum Beispiel: "Kann Spuren von Haselnüssen enthalten" auf einer Packung Mousse au Chocolat.

Sechs Prozent der deutschen Bevölkerung sind im Kindesalter von Nahrungsmittelallergien betroffen, ein bis zwei Prozent als Erwachsene. Diagnostiziert werden Allergien durch Haut- und Labortests, Diäten und Provokationstests. Die Diagnose ist nicht immer leicht und eindeutig, gerade bei verzögerten Reaktionen ist der Rückschluss schwer. Zusätzlich kompliziert wird die Diagnose beim Zusammenspiel von Allergenen die in Nahrungsmitteln enthalten sind, mit solchen, die wir einatmen. So gibt es zum Beispiel eine Kreuzreaktion zwischen Birken- oder Beifußpollen und Haselnuss, Apfel, Sellerie oder Karotte. 60 bis 70 Prozent aller Allergien werden von Hautärzten mit der Zusatzbezeichnung "Allergologe" behandelt – auch wenn typische Hautsymptome nicht auftreten.

Zur Behandlung von Allergien rät Prof. Werfel in erster Linie eine Eliminationsdiät, also den Verzicht auf solche Nahrungsmittel, die die allergene Substanz enthalten. "Hierzu gibt es keine bewährten, je nach Krankheitsgruppe einsetzbaren Diätpläne. Vielmehr muss für jeden Patienten eine individuelle Diätempfehlung aufgestellt werden", so Prof. Werfel. Das Dilemma beginnt jedoch, wenn der Patient versucht, sich nach seinem neuen Speiseplan zu ernähren. Prof. Werfel: "Der Verbraucher muss Klarheit darüber haben, welche Stoffe sich in einem Lebensmittel befinden. Alles andere stellt für ihn ein gesundheitliches Risiko dar."


22.03.2004 - Das Kreuz mit den Allergien

Die Nase läuft, die Augen jucken – Pollenallergiker können ein Lied davon singen. Das lang herbeigesehnte Ende des Winters bringt Menschen mit einer Frühblüherallergie nicht nur Gutes. Jetzt beginnt ihre Leidenszeit. Birke, Erle und Hasel blühen, die Pollen reizen den Körper. Und das ist in vielen Fällen noch nicht alles. Denn häufig kommt es zu einer so genannten Kreuzallergie.

"Eine Überempfindlichkeit gegenüber Frühblüherpollen ist sehr häufig mit einer Unverträglichkeit von bestimmten Nahrungsmitteln verbunden", erläutert Dr. Andreas Jesper, Facharzt für Dermatologie und Allergologie. Der Grund für diese Kreuzallergie ist eine Allergenverwandtschaft der Pollen zu bestimmten Nahrungsmitteln. Allergene sind die Stoffe, die eine allergische Reaktion auslösen können. Bei solch einer allergischen Reaktion schüttet der Körper vermehrt Histamin oder Histaminähnliche Substanzen aus, die normalerweise durch ein Enzym wieder abgebaut werden. Im Körper des Allergikers gelingt dies jedoch nur unzureichend.

Die Symptome, die beim Genuss des Allergieauslösenden Nahrungsmittels auftreten können, sind nicht zu unterschätzen. Kribbeln oder Anschwellen der Mundschleimhaut, der Lippen, des Rachens oder der Nasenschleimhaut, Lippenbläschen oder Ohrenjucken sind häufig zu beobachten. In schlimmeren Fällen kann es zu Nesselsucht, Migräne, Durchfall, Schnupfen oder sogar zu asthmatischen Anfällen kommen. Wer eines oder mehrere dieser Symptome bemerkt, sollte unbedingt herausfinden, um welches Nahrungsmittel es sich handelt und dieses in der Folgezeit meiden. "Schwere und Verlauf der Symptome sind im Einzelfall nicht vorhersehbar", warnt Dr. Jesper.

Alkoholische Getränke verstärken häufig die Symptomatik, da sie ein Enzym blockieren, das Histamin abbaut. Der Körper setzt Histamin als Abwehr gegen vermeintlich gefährliche, fremde Substanzen ein. In Rotwein und Weizenbier finden sich besonders hohe Histamingehalte und sollten gemieden werden. Auch Medikamente stören in vielen Fällen den Abbau von Histamin im Körper. Ein Allergie-Test beim Dermatologen oder Allergologen gibt Aufschluss darüber, auf welche Stoffe der Körper reagiert.

Folgende Nahrungsmittel können allergische Reaktionen auslösen:


  • Obst: Äpfel (meist die Sorten Golden Delicious und Granny Smith), Pfirsiche, Birnen, Aprikosen, Pflaumen, Kiwi, Ananas, Erdbeeren, gelegentlich auch Süßkirschen (Kernobst) und Bananen

  • Gemüse: Sellerie, Möhren, Tomaten, Grüne Paprika, Zwiebeln, Avocado, rohe Kartoffeln (Brennen der Hände beim Kartoffelschälen), Sauerkraut

  • Nüsse: besonders Haselnuss, Walnuss, Mandel, Paranuss (Erdnüsse, die jedoch zu den Hülsenfrüchten gehören)

  • Schokolade (enthält Phenyläthylamin, das häufig zu Migräne führt)

  • Ausgereifter Schimmelpilzkäse

  • Milch-, Eier- und Fischeiweiß

  • Fischextrakt (Fisch sollte nur ganz frisch verwendet werden)

  • Hefeextrakt

Vorsicht ist auch geboten bei Medikamenten mit Wirkstoffen wie: Acetylcystein, Ambroxol (Mucosolvan), Aminophylin (Euphylin), Amitriptilin (Saroten), Chloroquin, Clavolansäure, Isoniazid, Metamizol (Novalgin), Metoclopramid (Paspertin), Propafenon (Rhytmocor) oder Verapramil (Isoptin).


20.03.2004 - Qualitätsmanagement

Die ADK erarbeitet zur Zeit Leitlinien für qualitätsgesicherte Behandlung in der ästhetischen Dermatologie. Dabei kommt es insbesondere auf die Durchführbarkeit in der täglichen Praxis des Dermatologen an. Gleichzeitig soll dem Streben des Patienten nach bestmöglicher Behandlungsqualität Rechnung getragen werden. Bei der Fülle der neuen Möglichkeiten der ästhetischen Dermatologie ist dies kein leichtes Unterfangen.

Die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. med. Wolfgang Gehring und Dr. med. Matthias Herbst sind mit der Organisation bzw. Zertifizierung der Weiterbildungsmaßnahmen beauftragt.


15.03.2004 - Chronische Wunden machen einsam

Sie stinken, sie schmerzen, sie sind hässlich. Und sie machen einsam. Der üble Anblick und Geruch von chronischen Wunden ist für viele Menschen unerträglich. Patienten, die miterleben, wie ihre Wunde auf andere wirkt, versuchen meist, diese zu verstecken – sogar vor engsten Angehörigen. Der Beruf kann oft über einen langen Zeitraum nicht mehr ausgeübt werden, Arbeitslosigkeit droht. Besuche im Kino, leichte Sommerbekleidung oder Urlaubsreisen sind tabu. Der Betroffene zieht sich mehr und mehr aus dem gesellschaftlichen Leben zurück.

Jede Wunde, die nicht innerhalb von drei Wochen abheilt, wird als chronisch bezeichnet. Zunächst einmal eine harmlos klingende Diagnose, doch für den Betroffenen bedeutet sie soziale Ausgrenzung und großes Leid. In Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen unter chronischen Wunden. Dazu zählen unter anderem der Dekubitus ("Wundliegen" oder Druckgeschwür), das "offene Bein" (Ulcus cruris) sowie der diabetische Fuß. Aber auch Verletzungen wie Stich, Schürf- oder Platzwunden können chronisch werden. Zum Teil vergehen Monate oder Jahre ohne Heilung. Auch heute noch kann die Wunde zum lebenslangen Begleiter werden.

Gemessen am heutigen Stand der modernen Wundheilungsforschung ist dies eine traurige Bilanz. Denn chronische Wunden und die damit verbundene Einschränkung der Lebensqualität sind häufig vermeidbar. Wichtig ist vor allem, frühzeitig zum Hautarzt zu gehen. Denn je früher eine chronische Wunde erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen. "Der Dermatologe klärt zunächst ab, um welche Wunde es sich handelt, da chronische Wunden häufig andere Grunderkrankungen als Ursache haben", sagt Dr. Matthias Kießling. "Neben arteriellen oder venösen Störungen kann auch ein nicht erkannter Hautkrebs wie zum Beispiel ein Spinozelluläres Karzinom oder ein Basalzellkarzinom vorliegen", so der Hamburger Dermatologe.

Behandelt werden chronische Wunden je nach Heilungsstadium und Ursache. Abgestorbenes Gewebe muss entfernt werden, feuchte Wundauflagen verhindern das Austrocknen. Bei Infektion können systemische Antibiotika helfen. Ungewöhnlich, aber erfolgreich ist die Behandlung der Wunde mit steril gezüchteten Schmeißfliegenmaden. "Man erhält eine perfekte, saubere Wunde", schwärmt Dr. Kießling. Im Gegensatz zum Skalpell zerstören die kleinen Mikrochirurgen kein gesundes Gewebe. Sie reinigen die Wunde schonend und fördern den Heilungsprozess.


15.03.2004 - Seife: Das Comeback eines Klassikers

Seit dem 19. Jahrhundert, mit Beginn der industriellen Fertigung, ist die Seife aus keinem Haushalt wegzudenken. Doch zwischenzeitlich büßte sie ihre Vormachtstellung ein. Flüssigwaschmittel, so genannte Syndets, liefen ihr den Rang ab, da diese – gerade bei empfindlicher Haut – gegenüber der Seife einige Vorteile aufzuweisen schienen. Inzwischen feiert die Seife ihr Comeback in der Kosmetikindustrie, in den Regalen finden sich wieder vermehrt duftende Kompaktstücke jeglicher Form und Farbe.

Seife empfiehlt sich jedoch nicht für jeden Hauttyp. "Wenn man eine gesunde, robuste und fettige Haut hat, ist Seife sogar gut", sagt die Berliner Hautärztin Dr. Gertraud Kremer, "doch für trockene Haut und für Allergiker eignet sie sich nicht." Denn Seife ist alkalisch, der pH-Wert liegt bei 8 bis 10. Sie greift den Säureschutzmantel an und entfettet die Haut. Die gesunde Haut schafft es jedoch, innerhalb von 30 bis 200 Minuten den pH-Wert wieder zu regulieren. Mikroorganismen, wie bakterielle Krankheitserreger oder Hefepilze, haben keine Chance zu gedeihen und die Haut zu schädigen.

Die empfindliche Haut verträgt eher ein Reinigungsmittel mit dem pH-Wert 5 bis 5,5, der dem sauren Milieu des Wasser-Fettfilmes (Hydrolipidfilm) auf der Hautoberfläche entspricht. "Syndets ("syn" für synthetisch sowie "det" für Detergenzien) haben den Vorteil, dass sie im neutralen und sauren Bereich waschaktiv sind", so Dr. Kremer. Diese Flüssigmittel sind dem pH-Wert der Haut besser angepasst. Zur Familie der Syndets gehören zum Beispiel Duschgels, Schaumbäder oder Shampoos.

Sie haben eine antimikrobielle, leicht zusammenziehende Wirkung.

Ihr großer Nachteil ist, dass sie durch Emulgatoren und Konservierungsstoffe weitaus mehr als Seife mit Chemie belastet sind. Das heißt, für Allergiker ist auch bei Syndets Vorsicht geboten.

"Grundsätzlich sollten Reinigungsmittel nicht austrocknen und kein Spannungsgefühl auf der Haut hinterlassen", erklärt Dr. Kremer. Bei der Gesichtsreinigung sollte man gänzlich auf Seifen und Syndets verzichten. Dies gilt vor allem für trockene Haut. Reinigungsmilch, ein Gemisch aus Fett und Wasser, entfernt Schmutz und überschüssiges Fett von der Gesichtshaut, ohne sie auszutrocknen. Zwischendurch genügt auch ein Schwall klares Wasser, um Staub oder Schweiß zu beseitigen. Sinnvoll ist es in jedem Fall, den eigenen Hauttyp vom Dermatologen bestimmen zu lassen, damit die Haut gesund und geschmeidig bleibt.


01.03.2004 - Rundbrief des Vorstandes

Zur Information über aktuelle Themen finden in unregelmäßigen Abständen Aussendungen an die Mitglieder statt. Diese sind auch via E-Mail erhältlich und können in Kürze in einer Datenbank recherchiert werden. Es empfiehlt sich schnellstmöglich die aktuelle E-Mail-Adresse an den Generalsekratär der ADK zu senden.


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