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AFP-News Medizin und Gesundheit
09.04.2010
Demnächst Rauchverbot in den U-Booten der US-Streitkräfte
Luftreinigungssysteme kommen nicht gegen Qualm an
In den 57 U-Booten der US-Streitkräfte tritt im Laufe des Jahres ein Rauchverbot in Kraft. Tests hätten ergeben, dass die Rückstände des Tabakkonsums trotz der eingesetzten Luftreinigungssysteme "unerträglich" hoch seien, erklärte Vizeadmiral John Donnelly in Washington. Die einzige Methode zum Schutz der Nichtraucher in den U-Booten sei ein vollständiges Rauchverbot. Dies werde "spätestens zum 31. Dezember 2010" eingeführt.
Die US-Marine erstellte im vergangenen Jahr eine Studie, für die in neun U-Booten die Atemluft analysiert wurde. Die Studie ergab, dass die Nichtraucher nachweislich durch den Tabakqualm belastet wurden. Die Raucher sollen künftig mit Nikotinkaugummis versorgt werden. Dagegen sehen die Streitkräfte nicht vor, ihnen Medikamente für Tabaksüchtige zu verabreichen, weil diese psychologische Schäden hervorrufen könnten. Bislang war es den Kommandanten der U-Boote überlassen, Raucherzonen auszuweisen.
Laut einer für das Pentagon erstellten Studie liegt der Anteil der Raucher in den Streitkräften bei knapp einem Drittel (32 Prozent) und damit deutlich über dem Schnitt der US-Bevölkerung (20 Prozent). Bei der Marine wird noch mehr geraucht als bei den Bodenstreitkräften, lediglich bei der Luftwaffe ist der Prozentsatz relativ niedrig (23 Prozent). Ein Marinesprecher veranschlagte den Anteil der Raucher bei der Marine auf 40 Prozent.
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