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AFP-News Medizin und Gesundheit

10.03.2010

Mehrheit der Schüler laut Studie zu "Hirndoping" bereit

Nur Wenige nehmen aber tatsächlch Substanzen ein

Mehr als 80 Prozent der deutschen Schüler und Studenten wären grundsätzlich zu sogenanntem Hirndoping bereit, wenn die Mittel keine Nebenwirkungen hätten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Psychiaters Klaus Lieb von der Universität Mainz, wie die "Zeit" berichtete. Allerdings gaben demnach nur vier Prozent an, sie hätten bislang mindestens einmal versucht, ihre Konzentration, ihre Aufmerksamkeit oder Wachheit mithilfe legaler oder illegaler Substanzen zu steigern. Für die Studie befragte Lieb 1035 Schüler und 512 Studenten.

Derzeit sei die Zurückhaltung gegenüber solchen Medikamenten noch größer als in den USA, wo rund acht Prozent der Studenten irgendwann einmal Tabletten zur Steigerung ihrer kognitiven Fähigkeiten einnähmen, sagte Lieb. Die deutsche Zurückhaltung sei allerdings derzeit noch vor allem mit der Furcht vor Nebenwirkungen zu erklären.

Würde es "in Zukunft Substanzen mit einem akzeptablen Risikoprofil geben, die gleichzeitig sehr effektiv kognitive Fähigkeiten stärken", dürften diese "bei Schülern und Studenten auf fruchtbaren Boden fallen", zeigte sich der Psychiater überzeugt.

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