AFP-News Medizin und Gesundheit
17.05.2008
Angeblich natürliches Nervengift in deutschen Badeseen
Saxitoxin-Spuren in sächsischen Naturbädern gefunden
In deutschen Binnengewässern ist nach einem "Spiegel"-Bericht erstmals das Nervengift Saxitoxin nachgewiesen worden. Die Natursubstanz werde von mikroskopisch kleinen Plankton-Organismen produziert und löse in höherer Konzentration Atemlähmungen aus, berichtet das Hamburger Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. Kinder könnten die Stoffe beispielsweise aufnehmen, wenn sie beim Spielen im See Wasser schluckten. Spuren des Gifts hätten die Technische Universität Dresden und das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe in zwei sächsischen Naturbädern entdeckt. (AFP) ... mehr

13.05.2008
Beruflich verordnetes Lächeln kann krank machen
Psychologe empfiehlt regelmäßige Schmunzel-Pausen
Lächeln kann nach Einschätzung von Experten krank machen, wenn es beruflich verordnet ist und nicht von Herzen kommt. Mögliche Folgen für "Berufslächler" wie Stewardessen oder Verkäufer seien Depressionen, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme, berichtete die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf Untersuchungen der Universität Frankfurt am Main. Der Frankfurter Psychologe Dieter Zapf rät deshalb Menschen, die beruflich viel lächeln, sich in Arbeitspausen regelmäßig zurückzuziehen. So könnten sie Aggressionen abbauen und sich von dem "ständigen Lächelzwang" erholen. (AFP) ... mehr

13.05.2008
Verbraucherschützer: Smoothies kein Ersatz für frisches Obst
Fruchtpüree oft teurer als frische Produkte
Die als Smoothies bekannten Obstpürees zum Trinken sind laut Verbraucherschützern kein Ersatz für frische Früchte. Die gleiche Menge frisches Obst mache wegen des größeren Volumens schneller satt und liefere mehr pflanzliche Inhaltsstoffe, teilte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit. Günstiger seien frisches Obst und Gemüse meist obendrein. Auch als Durstlöscher sind die Smoothies wenig geeignet: Sie enthielten viel Fruchtzucker und taugten daher wegen des vergleichsweise hohen Kaloriengehalts nicht zum Durstlöschen, sondern eher als Zwischenmahlzeit, erklärte Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale Sachsen. (AFP) ... mehr

10.05.2008
Zug in Kanada nach Tod von Bahnreisender unter Quarantäne
Behörden geben Stunden später Entwarnung
Nach dem Tod einer Bahnreisenden und der Erkrankung weiterer Mitreisender mit grippeähnlichen Symptomen ist in Kanada ein Zug mit knapp 300 Insassen unter Quarantäne gestellt worden. Erst nach Stunden gaben die Behörden Entwarnung: Die Untersuchungen hätten ergeben, dass keiner der Betroffenen an einer ansteckenden Krankheit leide, teilten sie mit. Nach ihren Angaben sollte der Zug schon bald wieder weiterfahren. Woran die 60-jährige Frau gestorben war, blieb allerdings zunächst unklar. (AFP) ... mehr

09.05.2008
China verbietet Fanta-Sorte wegen Gesundheitsgefahr
Auch Chips von Pringles und Kaffee von Nestlé betroffen
China hat den Import und Verkauf mehrerer Lebensmittel großer internationaler Konzerne verboten. Nicht mehr vertrieben werden dürfe etwa eine Fanta-Sorte mit Beeren, teilte die Lebensmittel-Kontrollbehörde auf ihrer Internetseite mit. Der Softdrink der US-Firma Coca-Cola enthält demnach zu viel Benzoesäure (E210), die die Nieren und die Leber angreifen kann. (AFP) ... mehr

09.05.2008
Drogen- und Suchtrat empfiehlt höhere Tabaksteuer
Auch Verbot von Zigarettenautomaten empfohlen
Nach den weitgehenden Rauchverboten in der Öffentlichkeit wollen Experten des Nationalen Drogen- und Suchtrats den Kampf gegen das Rauchen weiter verstärken. Die Arbeitsgruppe Suchtprävention spricht sich für ein Verbot von Zigarettenautomaten und eine regelmäßige Erhöhung der Tabaksteuer aus, wie das Büro der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) bestätigte. Zugleich relativierte ein Mitarbeiter Berichte über gleichlautende Pläne der Bundesregierung: Es handele sich "lediglich um erste wissenschaftliche Empfehlungen an den Drogen- und Suchtrat". (AFP) ... mehr

09.05.2008
Steinbrück lässt angeblich Entlastungspaket schnüren
Maßnahmen könnten besonders Familien entlasten
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) lässt laut einem "Spiegel"-Bericht derzeit ein Entlastungspaket schnüren, das Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur steuerlichen Anrechnung von Krankenversicherungsbeiträgen und die anstehende Erhöhung des steuerfreien Existenzminimums für Kinder umsetzt. Das Maßnahmenbündel werde die Steuerzahler nach ersten Überlegungen der Fachebene um zwei bis drei Milliarden Euro entlasten, berichtete das Nachrichtenmagazin vorab. Ohne Maßnahmen zur Gegenfinanzierung würde das Paket laut "Spiegel" sogar zu Einnahmeausfällen von 15 Milliarden Euro führen. (AFP) ... mehr

08.05.2008
Pharmafirma zahlt 50 Millionen Euro für Contergan-Opfer
Großspende der Firma Grünenthal einhellig begrüßt
Contergan-Opfer und Politiker haben die angekündigte 50-Millionen-Spende des Pharmaunternehmes Grünenthal für die Conterganstiftung nachdrücklich begrüßt. Der Bundesverband Contergangeschädigter mit Sitz in Allmendingen sprach von einem "historischen Ereignis". Auch die Koalitionsfraktionen und die FDP äußerten sich in Berlin anerkennend zum Schritt der Firma, die Contergan vor gut 50 Jahren auf den Markt gebracht hatte. Grünenthal-Geschäftsführer Sebastian Wirtz zeigte sich sehr erfreut, "dass das jahrzehntelange, für beide Seiten belastende Schweigen ein Ende hat". (AFP) ... mehr

08.05.2008
Krankenkassen sparen durch Rabattverträge 310 Millionen Euro
DAK-Chef warnt EU-Kommission vor “widersinnigem“ Verbot
Die gesetzlichen Krankenkassen sparen einem Zeitungsbericht zufolge durch die mit Arzneimittel-Herstellern geschlossenen Rabattverträge in diesem Jahr weniger Geld als vielfach angenommen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage bei den großen Krankenkassen sowie größeren Betriebs- und Innungskrankenkassen meldet, liegt die erwartete Ersparnis 2008 insgesamt bei rund 310 Millionen Euro. Experten seien immer wieder von Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro und mehr ausgegangen. (AFP) ... mehr

07.05.2008
Opposition in Mexiko-Stadt will Gratis-Viagra für Senioren
Plan zielt auf Kampf gegen Infektionen und Depression
Nach einer Kleinstadt in Chile sollen auch in Mexiko-Stadt alte Männer kostenlos die Potenz-Pille Viagra bekommen. "Sexuelle Aktivität setzt Endorphine im Organismus frei, eine Substanz, die dem Immunsystem hilft, sich gegen Infektionen und Depressionen zu wehren", sagte der Stadtverordnete Tonatiuh González bei der Vorstellung eines Plans seiner oppositionellen Partei PRI. Ältere Männer, die Erektionsprobleme haben, sollen demnach vier Viagra-Pillen pro Monat bekommen, "um ihr Sexualleben und dadurch ihre Lebensqualität zu verbessern". (AFP) ... mehr
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